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23.07.2015 - 

Smartphones

Samsung stabil, Apple verliert Marktanteile

Samsung ist angeblich in der Krise, weil sich das Galaxy S6 schlechter als erwartet verkauft. Apple macht dagegen mit Rekordzahlen von sich reden.Bei den weltweiten Marktanteilen stellt sich die Lage jedoch scheinbar etwas anders dar.

Auch im zweiten Quartal 2015 wurden mehr Smartphones als im Quartal zuvor ausgeliefert, wenn auch nur um 1,9 Prozent bzw. insgesamt knapp 304 Millionen Geräte. Das teilen jetzt die Analysten von TrendForce in einem Quartalsbericht mit. Am meisten setzten nach ihren Aussagen davon chinesische Hersteller wie Huawei und Xiaomi ab, die inzwischen sogar den renommierten Hersteller LG Electronics überholt haben und Rang Drei und Vier auf dem weltweiten Smartphone-Markt bekleiden. Huawei hält inzwischen 7,6 Prozent des Weltmarktes (die Chinesen vermelden übrigens heute 48,2 Millionen verkaufte Smartphones im ersten Halbjahr 2015), Xiaomi 5,9 Prozent. LG ist im zweiten Quartal auf den fünften Platz abgerutscht und hat noch einen Anteil von 5,8 Prozent am Weltmarkt.

Trotz schwacher Verkäufe bei Galaxy S6 und S6 Edge hält sich Samsung stabil - für die Masse sorgen andere (günstigere) Smartphones.
Trotz schwacher Verkäufe bei Galaxy S6 und S6 Edge hält sich Samsung stabil - für die Masse sorgen andere (günstigere) Smartphones.
Foto: Samsung

Einer der Gründe für das Abrutschen LGs ist nach Angaben der Analysten von TrendForce die mangelnde Innovation des Topmodells LG G4. Während das G3 als Nachfolger des G2 erstmals mit 2K-Display und 3 GB RAM Punkten konnte, sehen die Experten von TrendForce zu wenig Neuerungen im G4. Die jährliche Wachstumsrate bei Smartphone-Verkäufen von LG senkten die Analysten daher auf das ganze Jahr gesehen auf etwa 8 Prozent.

Ganz anders sieht es für Samsung aus. Das koreanische Unternehmen behält mit unveränderten 26,8 Prozent weiterhin die Marktführerschaft. An den Spitzenmodellen Galaxy S6 und Galaxy S6 Edge liegt das aber nicht, die Verkaufsvoraussagen der beiden Geräte wurden erneut gesenkt. Die Jahresprognose der beiden Modelle beläuft sich für 2015 nun nur noch auf etwa 45 Millionen Smartphones. Da Samsung immer mehr durch chinesische Konkurrenz unter Druck gerät, die den Einstiegs- und Mittelklasse-Sektor anpeilt, sieht TrendForce das Galaxy Note 5 als großen Hoffnungsträger für das koreanische Unternehmen, um einen Rückgang der Smartphone-Absatzzahl abzuwenden.

Apple hingegen profitiert den Angaben zufolge von der großen Popularität von iPhone 6 und iPhone 6 Plus und konnte sehr viele Geräte absetzen. Für die zweite Jahreshälfte sehen die Analysten zudem einen weiteren Verkaufsschub für das kommende iPhone, das erstmals mit A9-Prozessor, 2 GB RAM, einem Force-Touch-Modul und einer 12-Megapixel-Kamera ausgestattet sein könnte. Derzeit rechnet man mit einem Verkaufswachstum bei Apple von etwa 15 Prozent. Nach dem zweiten Quartal lag der iPhone-Hersteller bei einem Marktanteil von 16,4 Prozent, was einen Einbruch um mehr als 4 Prozent darstellt. Hauptnutznießer davon sind kleine Unternehmen und Hersteller von billigen Smartphones.

Chinesische Hersteller auf dem Vormarsch

Zu den Verlierern unter den Chinesen gehört Lenovo, Gewinner ist Huawei. Während Huawei als erster chinesischer Hersteller mit einem Verkaufsplus von 40 Prozent in 2015 mehr als 100 Millionen Smartphones verkaufen könnte, rutschte Lenovo auf Platz Sechs im weltweiten Vergleich ab und wird voraussichtlich etwa 20 bis 30 Prozent weniger Geräte als im Vorjahr verkaufen. Der Marktanteil des Unternehmens hat sich nicht wie nach der Übernahme Motorolas erwartet verdoppelt - vor allem, weil es keine gute Strategie zur Produktplatzierung gab, so die Analysten von TrendForce. Daher gibt es vor allem starke Konkurrenz durch Wettbewerber, die Niedrigpreis-Smartphones anbieten.

Auch der Konkurrent Xiaomi wird sein Ziel, in diesem Jahr 100 Millionen Smartphones zu verkaufen, vermutlich deutlich verfehlen. TrendForce geht derzeit von etwa 75 Millionen Geräten aus. Einer der Gründe ist die Einführung des ersten Highend-Modells des Unternehmens, das unter den Hitzeproblemen des verwendeten Snapdragon 810 leidet. Die beiden Konkurrenten Oppo und Vivo sind Xiaomi dicht auf den Fersen, sie werden in diesem Jahr vermutlich 30 Prozent mehr Geräte als im Vorjahr verkaufen.

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