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07.03.2015 - 

Cyanogen-CEO

Samsung wird "abgeschlachtet"

Cyanogen hat Großes vor mit Googles Android. Das für sein Custom-ROM CyanogenMod bekannte Software-Unternehmen verbündet sich mit Qualcomm und will dadurch seine Firmware auf mehr Smartphones bringen. Im Interview verrät CEO Kirt McMaster nun, warum er Samsung als Smartphone-Hersteller am Ende sieht.
Foto: CyanogenMod

Schon der Motorola-Chef Rick Osterloh prophezeite dem Android-Marktführer Samsung jüngst ein ähnliches Schicksal wie einst Nokia: Das Ende der Spitzenposition ist nah, der Abstieg steht für die Koreaner bevor. Jetzt schlägt Cyanogen-CEO Kirt McMaster im Interview mit Business Insider in die gleiche Kerbe, auch er sieht in den teuren Smartphones von Samsung und Apple ein Auslaufmodell, das in den nächsten fünf Jahren zur "Abschlachtung" der großen Unternehmen durch viele kleinere, schnell aufstrebende Hersteller führen wird.

Erste Anzeichen dafür zeigten sich bereits in Ländern wie Indien, in denen der Hersteller Micromax binnen acht Monaten die Marktführerschaft von Samsung beenden konnte. Auch andernorts - vor allem in Schwellenländern - seien Start-ups auf dem Vormarsch. Die Vorteile kleinerer Unternehmen sieht McMaster darin, dass sie einerseits die Anforderungen ihres lokalen Markts verstehen, auf Dynamiken eingehen und schneller reagieren können als die großen, die es schwerer haben, sich in neuen Regionen anzusiedeln. Hersteller wie Apple und Samsung sind im gefragten Niedrigpreissegment nicht konkurrenzfähig, so McMaster.

CyanogenMod soll offener werden als Android

Auch auf die vor kurzem geäußerten Pläne Cyanogens, Google das Android-Betriebssystem wegzunehmen, äußert sich McMaster. Android werde in den nächsten fünf Jahren ein Wachstum verzeichnen, wie es bisher noch kein anderes Betriebssystem gesehen habe, und sich seiner Ansicht nach von den derzeit anderthalb auf fünf Milliarden Nutzer ausweiten - mit zwei bis drei führenden Herstellern von System-Aufsätzen. Cyanogen sieht die Zukunft in einem offenen System wie CyanogenMod, das durch Innovation die Nutzer begeistert und das schaffe Googles Android nicht. Dazu werde sich die Cyanogen-Plattform auch für die direkte Einbindung von Diensten von Dritt-Anbietern öffnen, um anderen Unternehmen das Entwickeln eines eigenen Android-Fork zu ersparen.

Zu den Gerüchten um eine mögliche Kooperation mit Microsoft wollte sich McMaster nicht äußern, in den nächsten Wochen werde man allerdings einige strategische Partnerschaften ankündigen. Auf dem Mobile World Congress hat Cyanogen eine solche Partnerschaft mit Chiphersteller Qualcomm offiziell gemacht. Ziel sei es, das Betriebssystem speziell auf die Referenzgeräte der Snapdragon-Baureihen 200, 400 und 600 anzupassen - und damit die Qualcomm-Partner vom Einsatz von CyanogenMod in ihren Smartphones und Tablets zu überzeugen.

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