Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

25.05.2001 - 

Morgan Stanley vermisst Anwenderfreundlichkeit

SAN: Die große Herausforderung

MÜNCHEN (IDG) - Storage Networking wird seit einiger Zeit als die Lösung für alle Unternehmen gesehen, die unter einer Lawine von Daten zu ersticken drohen. Welche Probleme dabei auftreten können, zeigt das Beispiel von Morgan Stanley Dean Witter & Co.

Speicherplatz wird in vielen Unternehmen ein immer dringenderes Problem. Die Lösung: Storage Area Networks (SAN), separate Netzwerke für Datenspeicher. Auf der diesjährigen "Storage Networking World" in Palm Desert, Kalifornien, berichteten SAN-Anwender über ihre Erfahrungen. Das Fazit: Der Aufbau einer Storage-Network-Architektur stellt die Unternehmen vor eine große Herausforderung.

Eine weitgehend erfolgreiche SAN-Implementation kann der New Yorker Broker Morgan Stanley Dean Witter & Co. vorweisen. Der Finanzdienstleister begann vor 18 Monaten mit der Einführung dieser Technologie. Ziel war es, die Speicherstruktur zuverlässiger zu machen. Morgan Stanley speichert rund 250 TB Daten auf 4000 Unix- und NT-Servern. Dabei schwankt die Speicherauslastung zwischen 35 und 50 Prozent.

Michael Butler, Vice President des Unternehmens, berichtete von einigen schwerwiegenden Startproblemen: inkompatible Switches verschiedener Hersteller, fehlende Management-Software und unzureichender technischer Support. "Wir mussten diese Probleme im Wesentlichen selbst lösen", so Butler. Dazu bildete der Broker interne Gruppen an jedem Firmenstandort, die den Bedarf analysierten und die benötigten Speicherkapazitäten planten. Auch die Installation übernahmen diese Gruppen.

Bis jetzt installierte Morgan Stanley mehrere unabhängige SANs, die miteinander verbunden sind. Allein im Bereich von New York hat das Unternehmen fünf Speichernetze in Betrieb, die über Fiberglaskabel vernetzt sind. Für Butler eine "taktische Lösung": Die Struktur sei zwar zuverlässig, aber kaum skalierbar.

Trotz aller Probleme beim Start in die Storage-Network-Welt will Morgan Stanley die SAN-Infrastruktur ausbauen und die kleinen Storage-Netzwerke durch große Netze ersetzen. Wenn geeignete Software zur Verfügung steht, sollen auch zentral verwaltete, virtuelle Speicherpools erzeugt werden, um die Server von Backup-Aufgaben zu entlasten.

Zumindest für die Kompatibilitätsprobleme zwischen den Hardwareherstellern zeichnete sich auf der Storage Networking World 2001 ein Silberstreif an Horizont ab. Dort beteiligten sich mehr als 50 Hersteller und Händler an einem "Interoperability Lab". Offensichtlich hat die Branche erkannt, dass standardisierte und zueinander kompatible Technologien unerlässlich sind, um die SANs am Markt durchzusetzen.