Schnelle Alternative zur externen Festplatte

Sandisk bringt portable SSDs mit bis zu 850 MB/s



Dr. Thomas Hafen ist freier Journalist in München. Er verfügt über langjährige Erfahrung als Redakteur in verschiedenen IT-Fachmedien, darunter NetworkWorld Germany und ChannelPartner. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in den Bereichen Data Center, Telekommunikation und Cloud Computing.
Mit externen SSDs will Sandisk den Markt für tragbare Festplatten angreifen. Hauptargument sind neben der größeren Robustheit vor allem die viel höheren Übertragungsgeschwindigkeiten.
Die Extreme 500 Portable SSD steckt Stöße und Stürze problemlos weg.
Die Extreme 500 Portable SSD steckt Stöße und Stürze problemlos weg.
Foto: Sandisk

Die externen SSDs der "Extreme Portable"-Serie von Sandisk sind vor allem für Anwender interessant, die schnell große Datenmengen übertragen wollen oder müssen, zum Beispiel Pressefotografen, Videojournalisten oder andere professionelle Nutzer im Foto- und Video-Umfeld.

Die nahezu quadratische "Extreme 500 Portable SSD" ist mit einer Seitenlänge von 7,5 cm etwa halb so groß wie aktuelle Smartphones, etwa ein iPhone 6 oder ein Galaxy S6 und wiegt mit 78 g auch etwa die Hälfte. Sie soll Beschleunigungen bis 800G und Temperaturen von -20° C bis +70° C aushalten. Das robuste Alu-Gehäuse ist zusätzlich mit einer umlaufenden gummierten Kante gegen Stöße geschützt. Diese wird nur an einer Ecke durch eine metallene Lasche unterbrochen, mit der sich das Flash-Drive zum Beispiel an einem Karabinerhaken befestigen lässt. Mit bis zu 415 MB/s Lese- und 340 MB/s Schreibgeschwindigkeit ist die SSD rund vier Mal schneller als eine tragbare Festplatte. Um die volle Geschwindigkeit zu nutzen, müssen Hardware und Betriebssystem allerdings USB attached SCSI (UAS) unterstützen. Betriebssysteme mit UAS-Support sind beispielsweise Windows 8 und 10 sowie Mac OS X ab Version 10.8 (Mountain Lion).

Die Extreme 500 Portable wird in drei Kapazitäten mit 120 GB, 240 GB und 480 GB erhältlich sein. Die 120er- und die 240er-Variante sind ab sofort verfügbar, das 480er-Modell soll Mitte September 2015 auf den Markt kommen. Die unverbindlichen Preisempfehlungen liegen bei knapp 90 Euro, 135 Euro und 220 Euro. Die HEKs bewegen sich laut der IT-Fachhandels-Vergleichsplattform ITscope zwischen 71 Euro und 87 Euro für die 120-GB-Variante beziehungsweise zwischen 106 Euro und 126 Euro für das 240-GB-Modell. Beide sind laut ITscope aktuell bei dexxIT und Memoryworld erhältlich. Die 480 GB große Version ist noch nicht gelistet.

Extreme 900 Portable mit bis zu 850 MB/s

Die Extreme 900 Portable SSD schafft bis zu 850 MB/s beim Lesen und Schreiben.
Die Extreme 900 Portable SSD schafft bis zu 850 MB/s beim Lesen und Schreiben.
Foto: Sandisk

Mehr als zwei Mal so schnell wie die Extreme 500 ist laut Hersteller die Extreme 900 Portable. Sie ist mit rund 8 x 13 x 2 cm auch wesentlich größer, mit 210 g deutlich schwerer und auch längst nicht so robust wie diese. Dafür wird sie in Kapazitäten von bis zu 1,92 TB erhältlich sein. Sowohl Lese- als auch Schreibrate betragen maximal 850 MB/s. Allerdings können diese Geschwindigkeiten nur an einem "USB 3.1 Gen 2"-Anschluss erreicht werden, auch "SuperSpeedPlus" genannt. Derzeit gibt es jedoch noch kaum PCs oder Notebooks mit SuperSpeedPlus-USB-Anschlüssen.

Die Extreme 900 Portable ist natürlich auch deutlich teurer als die 500. Die UVP liegen bei knapp 400 Euro für 480 GB Kapazität, rund 600 für 960 GB und 1.000 Euro für 1,92 TB. Da die SSD erst im Oktober 2015 auf den Markt kommen wird, ist sie in ITscope aktuell noch nicht gelistet. HEKs liegen also noch nicht vor.

WLAN-Stick: mehr Kapazität für weniger Geld

Der Connect Wireless Stick kann die Speicherkapazität eines Smartphones per WLAN-Verbindung erweitern.
Der Connect Wireless Stick kann die Speicherkapazität eines Smartphones per WLAN-Verbindung erweitern.
Foto: Sandisk

Mit dem "Connect Wireless Stick" bietet Sandisk ein WLAN-fähiges Flash-Drive im USB-Stick-Format an. Bei gleicher Kapazität kostet es etwa die Hälfte eines "Connect Wireless Media Drives". Bis zu drei Nutzer können gleichzeitig per WLAN (bis IEEE 802.11n) auf den Stick zugreifen und Videos bis HD-ready-Qualität (1280x720 px) oder Musik streamen. Der Akkus soll dabei bis zu 4,5 Stunden durchhalten. Für iOS, Android und Amazon Fire Tablets gibt es Apps, andere Geräte können per Web-Frontend auf den Stick zugreifen. Alternativ kann man das Flash-Drive auch an einem USB-Anschluss anschließen über den auch der Akku wieder aufgeladen werden kann. Hohe Datenraten sollte man dabei allerdings nicht erwarten, denn der Stick unterstützt nur USB 2.0.

Der Connect Wireless Stick ist in vier verschiedenen Kapazitäten erhältlich (16, 32, 64, 128 GB). Preise und Distributoren entnehmen Sie der folgenden Tabelle (Angaben laut ITscope):

Sandisk Connect Wireless Stick (Preisangaben: ITscope)

Kapazität

VK

HEK ab

Verfügbar bei

16 GB

35 Euro

26 Euro

nicht verfügbar

32 GB

45 Euro

34 Euro

dexxIT, Memoryworld, Ingram Micro

64 GB

66 Euro

50 Euro

dexxIT, Memoryworld, Ingram Micro

128 GB

99 Euro

82 Euro

nicht verfügbar

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