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SCM-Anbieter reagiert auf Krise

Sanjiv Sidhu wird wieder CEO von i2

19.04.2002
MÜNCHEN (CW) - Nach nur einem Jahr räumt Greg Brady seinen CEO-Posten bei i2 Technologies. Der Firmengründer und Chairman Sanjiv Sidhu übernimmt wieder die Leitung des angeschlagenen Spezialisten für Supply-Chain-Management-(SCM-)Software.

Greg Brady, seit Mai vergangenen Jahres Chief Executive Officer (CEO) beim SCM-Anbieter i2 Technologies, hat sein Amt "aus persönlichen Gründen" niedergelegt. Er werde dem Unternehmen auch künftig beratend zur Seite stehen und außerdem im Board of Directors (Verwaltungsrat) verbleiben, heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Obwohl i2 damit den Eindruck vermitteln will, Brady sei nicht zum Rücktritt gezwungen worden, scheint der Zeitpunkt der Entscheidung alles andere als zufällig: Für die anstehenden Quartalszahlen rechnen Beobachter mit einem Umsatz von 165 bis 170 Millionen Dollar, was einem Rückgang von 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Brady, bereits seit 1994 im Unternehmen, hatte die Stelle als CEO zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt angenommen, die Wirtschaft befand sich im freien Fall. Andere Softwarehersteller wie die Konkurrenten Manugistics oder SAP haben diese Phase jedoch wesentlich besser gemeistert. Der Kurs der i2-Aktie ist seit Mai vergangenen Jahres um rund 80 Prozent gesunken.

Neuer Chief Executive Officer wird Sanjiv Sidhu, der i2 1988 gemeinsam mit Ken Sharma gegründet hatte. Im operativen Geschäft unterstützt ihn der kürzlich ernannte COO (Chief Operating Officer) Sam Nakane, der über drei Jahrzehnte Branchenerfahrung - unter anderem bei IBM, SAP und Pricewaterhouse-Coopers - verfügt. Während 2001 der i2-Umsatz firmenweit um zwölf Prozent zurückging, gelang es Nakane, verantwortlich für den japanischen Markt, dort ein Wachstum von 115 Prozent zu erzielen. Beide Manager wollen das Unternehmen nun zu "finanziellem Wachstum und anhaltender Profitabilität" zurückführen.

Ferner gab i2 bekannt, dass Executive Vice President und US-Vertriebschef Tom Cooper das Unternehmen verlassen wird. Er werde so lange im Amt bleiben, bis ein geeigneter Nachfolger gefunden sei, hieß es. (rg)