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30.10.1998 - 

Produkte für Speichernetze noch nicht verfügbar

SANs stehen vorerst nur auf dem Papier

In neun von zehn Fällen werden SANs traditionelle Server-abhängige Speichersysteme ersetzen, prognostiziert der Dataquest-Analyst Tom Lahive. Mit dem Konzept solcher dedizierten Speichernetzwerke ließen sich die durch verteilte Datenpools in Unternehmen entstehenden technischen und wirtschaftlichen Probleme am effektivsten lösen, glauben auch andere Branchenkenner.

Bis alle zum Aufbau von SANs erforderlichen Technologien und Produkte verfügbar sind, könnten allerdings noch einige Jahre vergehen, warnen Kritiker wie Jonathan Eunice vom US-Marktforschungsunternehmen Illuminata. Die dominierende Technik für Speichersysteme heißt nach wie vor SCSI. "SCSI kann die Anforderungen an heutige Speicherlösungen nicht erfüllen", kritisiert Al Lounsbury, Technologieexperte beim kanadischen Systemhaus MCI. Angesichts der explodierenden Datenmengen weise SCSI gravierende Defizite auf. Dazu zählten vor allem die unzureichenden Übertragungsgeschwindigkeiten und Kapazitäten sowie die begrenzte Anzahl anschließbarer Geräte.

Speichersysteme auf Basis von Fibre-Channel-Arbitrated-Loop- (FC-AL-)Komponenten könnten diese Barrieren durchbrechen. Darüber hinaus ließen sich in einem FC-AL-gestützten SAN Speicherressourcen von mehreren Servern und auch von anderen Local Area Networks (LANs) über Hubs und Switches gleichzeitig nutzen. Anwender könnten SANs durch beliebige Speicherprodukte mit einer Fibre-Channel-Schnittstelle erweitern.

Eben diese Offenheit stelle für manche Speicheranbieter aber eine Bedrohung dar, glaubt A. J. Casamento von Brocade Communications, einem Hersteller von Fibre-Channel-Switches. "SANs ermöglichen einen offenen Wettbewerb", so Casamento. Hersteller, die ihre Kunden mit proprietären Techniken zu halten versuchten, hätten deshalb Grund zur Sorge. "Wenn ein Kunde ein SAN implementiert, vergrößern sich seine Speicheroptionen beträchtlich", erläutert der Brocade-Manager. "Etliche Unternehmen werden feststellen, daß sie viel zuviel für ihre existierenden Speichersysteme bezahlen."

Propagandisten des SAN-Konzepts argumentieren deshalb schon, mit Hilfe dedizierter Storage-Netze ließen sich selbst teure proprietäre Speicherlösungen wie die von EMC durch günstigere Standardkomponenten ersetzen. Doug Fierro, Marketing-Manager bei EMC, wehrt sich heftig gegen solche Vorwürfe. EMC gehöre zu den Herstellern, die besonders offen für Plattformen unterschiedlichster Anbieter seien. "Unsere Systeme lassen sich an NT-basierte Produkte und an Plattformen von Sun Microsystems und Hewlett-Packard gleichzeitig anschließen", so der Manager. "EMCs Speicherlösungen verhalten sich wie ein SAN in einer Maschine."

Kritiker halten dem entgegen, daß es nicht ausreiche, große Speichersubsysteme an mehrere Server anzubinden. "Einige Anbieter bezeichnen ihre hergebrachten Produkte kurzerhand als SANs", kommentiert etwa Bill Lozoff von Gadzoox Networks, einem Hersteller von SAN-Komponenten. Solche Ankündigungen trügen nur dazu bei, die allgemeine Verwirrung um den SAN-Begriff zu erhöhen. "Bei SANs geht es um offene Standards, ein Netzwerk von Speicherressourcen, das in einer heterogenen Server-Umgebung arbeitet.