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24.01.1992 - 

Erstes Produkt wird Mitte 1992 erwartet

SANTA CRUZ (CW) - Nun ist es doch zu einer Liaison zwischen Novell und

der Santa Cruz Operation (SCO) gekommen. Obwohl das Novell-Management vor kurzem eine Kooperation noch für ausgeschlossen hielt, haben die beiden Unternehmen jetzt die gemeinsame Entwicklung von Produkten zur Integrationvon Unix in die Netware-Umgebung angekündigt.

"Ich habe mit den SCO-Leuten gesprochen, ob sie mit uns kooperieren wollen, aber SCO bevorzugt die Zusammenarbeit mit Digital und ACE. "Mit diesen Worten hatte Kanwal Rekhi, Executive Vice-President und General Manager der bei Novell für Unix zuständigen Interoperability Systems Group, noch Mitte November 1991 auf die Frage der COMPUTERWOCHE nach einer Kooperation mit SCO geantwortet. Ob es ein Bluff des Managers war, um die Gründung der Univel Inc. zusammen mit der Unix Systems Laboratories Inc. nicht zu gefährden, oder der Marktführer für PC-Unix-Software, SCO, sich die Sache anders überlegt hat, ist unklar.

Fest steht: Die beiden Software-Anbieter wollen sich jetzt dochzusammentun. Mit den noch zu entwickelnden Produkten sollenNetware-Anwender mit DOS- und OS/2-Rechnern auf über 3000Unix-Programme einschließlich ClientServer- und Datenbank-Applikationen, die unter SCO-Unix laufen, zugreifen können. Ebenso wird es für SCO-Usermöglich sein, Systeme, die SCO-Unix und SCO Open Desktop unterstützen, als Netware-Clients zu nutzen.

Daten, Applikationen sowie Ressourcen, die auf Netware-Serverngespeichert sind, sind dann über TCP/IP oder das Network File System für dieAnwender zugänglich.

Mit dem ersten Produkt, das SCO IPX/SPX heißen soll, werden, so ein SCO-Sprecher, DOSClients, die an einen Server mit Portable Netware angeschlossen sind, Unix-Rechner ansprechen können. Die Kalifornier haben eigenen Angaben zufolge von Novell die Lizenz für das Transportprotokoll IPX/SPX erworben, um den Novell-Standard auf SCO-Unix V und SCO OpenDesktop zu portieren. Laut Dipak Basu, Product Marketing Manager fürNetzprodukte bei SCO, soll das Produkt Mitte 1992 auf den Markt kommenund als Add-on mit grafischer Benutzer-schnittstelle undDatenbank-Management-System für das Betriebssystem angeboten werden.

Als weiteren Schritt plant SCO, Software zu entwickeln, die den Einsatz von Unix-Rechnern als Clients unter Netware-Servern über IPX/SPX erlaubt. Insgesamt, so Basu, sei an drei Produkttypen zur Verbindung vonSCO- und Netware-Anwendern gedacht: Erstens an eineTelnet-Terminalemulation zum Einloggen in Unix-Hosts, zweitens an einTCP/IP-Gateway zwischen einem unter SCO-Unix laufenden Host und einem Netware-Server sowie drittens an einen Dual Protocol Stack, der TCP/IP undIPX in einem PC realisiert.