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25.09.1998 - 

Anbieter hält an Gewinnprognosen fest

SAP-Aktie fällt um mehr als 15 Prozent

Kurz nach dem Börsengang in den USA Anfang August war der Wert der Vorzugsaktien auf ein Allzeithoch von 1325 Mark geklettert, Anfang dieser Woche tendierte das Papier nur noch bei 750 Mark. Auslöser für den Kursrutsch sind Gerüchte in den USA, wonach die Softwareschmiede im dritten Quartal des laufenden Jahres (Ende: 30. September 1998) die gesteckten Ziele nicht erreichen werde. Überdies veröffentlichte die Julius Bär Bank, Frankfurt, eine Untersuchung, die die SAP-Vorzugsaktie von "Halten" auf "Verkaufen" zurückstuft. Die Begründung der Bär-Analysten: Das zweite Halbjahr werde für den Softwarehersteller "deutlich schlechter als das erste Halbjahr und schlechter als vom Markt erwartet" ausfallen. Dieser Trend werde sich bis in das Jahr 1999 fortsetzen.

"Wenn das der Fall wäre, hätten wir sofort eine Gewinnwarnung herausgegeben", erklärte Ralf Nitsch, Sprecher der SAP. Das ist gesetzlich vorgeschrieben, wenn ein börsennotiertes Unternehmen erkennt, daß die zuletzt gegebene Prognose nicht eingehalten werden kann. Aus Sicht der SAP gebe es jedoch keinen Grund, von den Vorhersagen abzurücken. Diese sahen beim Umsatz ein Wachstum um 40 Prozent und beim Gewinn einen Zuwachs von 30 bis 35 Prozent vor.

Nach Meinung von SAP-Kenner Helmut Gümbel, Managing Director bei Strategy Partners in Scuol, Schweiz, ist an den Gerüchten nichts dran: "Jeder im Markt weiß, daß die Zahlen der SAP im dritten Quartal immer etwas schlechter sind." Das sei auf statistische Rechnungen zurückzuführen. Es bestehe aber kein Grund anzunehmen, daß die Softwerker ihre Ziele nicht erreichen: "Die Analysten von Julius Bär haben ihre Hausaufgaben nicht ordentlich gemacht." Von einer Sättigung im Markt für Enterprise-Resource-Planning-(ERP-)Systeme könne keine Rede sein. Zwar werde die Datum-2000-Problematik und die Umstellung des Euro in Zukunft Anbietern nicht mehr das Umsatzwachstum wie bisher ermöglichen, aber die SAP sei mit neuen Produkten für die Zukunft gut gerüstet.

Das neue Sortiment umfaßt Lösungen unter dem Marketing-Begriff "New Dimension", von denen die ersten seit kurzem verfügbar sind. Dazu gehören Anwendungen für das Management von Lieferketten, Data-Warehouse-Komponenten sowie Software für Vertrieb, Marketing und Service, die im Rahmen der "Scope"- und "Focus"-Initiative entwickelt werden.