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10.05.2002 - 

Hauptversammlung in Mannheim

SAP-Aktionäre fürchten Microsoft

MANNHEIM (CW) - "Wir nehmen die Konkurrenz von Microsoft ernst, aber wir haben keine Angst" - mit diesen Worten bezog SAP-Vorstandssprecher Hasso Plattner auf der Hauptversammlung in Mannheim Stellung zur angeblich geplanten Übernahme des dänischen ERP-Spezialisten Navision durch Microsoft.

Den besorgten Aktionären, die nun eine dramatisch verschärfte Konkurrenz im Mittelstandsgeschäft fürchten, machte der SAP-Mitgründer Mut: "Das spornt unsere Entwickler erst recht an." Er verwies auf die langjährige Erfahrung seines Unternehmens im Segment betriebswirtschaftlicher Standardsoftware und äußerte Zweifel, ob Microsoft sich über Zukäufe wie Great Plains und nun möglicherweise auch Navision in diesem Markt einnisten könne.

Allerdings sagte Plattner nicht, dass es sich beim umkämpften Mittelstandsmarkt um eine Zielgruppe handelt, in der auch SAP selbst international nur wenig Anklang findet. Die Walldorfer hatten erst auf der CeBIT angekündigt, die israelische Softwareschmiede Top Manage zu übernehmen, deren Softwarepaket sich besser als die komplexen SAP-Produkte für den unteren Mittelstand eignet.

Verärgert zeigten sich die rund 5500 Anteilseigner über die Leistungen der Softwareschmiede Commerce One, an der sich SAP mit 20 Prozent beteiligt hatte. Das Engagement beim defizitären Softwarehaus, das auf E-Procurement- und Marktplatzsoftware spezialisiert ist, schlägt sich regelmäßig negativ in der Quartalsbilanz der Walldorfer nieder. SAPs Finanzchef Werner Brandt erklärte, sein Unternehmen erwarte, dass sich die Bilanz von Commerce One bis zum Jahresende zum Positiven wenden werde. Die meisten Analysten gehen dagegen in diesem Geschäftsjahr von roten Zahlen des US-amerikanischen Softwareanbieters aus.

Grundsätzlich zeigten sich die meisten Aktionäre mit den Leistungen der SAP aber zufrieden. Co-Vorstandsvorsitzender Henning Kagermann bestätigte die früheren Prognosen für das laufende Geschäftsjahr. Man wolle den Umsatz um 15 Prozent steigern und die operative Gewinnmarge um ein Prozent auf 21 Prozent erhöhen. Kagermann rechnet mit einer Konjunkturbelebung, bezeichnet dieses Jahr aber noch als "herausfordernd". (hv)