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16.05.2003 - 

Auf Basis von Eclipse

SAP arbeitet an Java-Tools

MÜNCHEN (CW) - SAP will in Verbindung mit einem komplett überarbeiteten Java-Applikations-Server auch neue Entwicklungs-Tools anbieten. Die Werkzeuge sollen auf dem quelloffenen Framework "Eclipse" aufsetzen und der Open-Source-Community zur Verfügung stehen.

Offiziell wird SAP die neuen Produkte wahrscheinlich erst im nächsten Monat auf der Java-One-Konferenz von Sun Microsystems ankündigen. Es wird erwartet, dass der Hersteller von betriebswirtschaftlicher Software dort sein Bekenntnis zu Java und Web-Services-Standards konkret untermauert. Vorab war von SAPs Technikexperten Ivo Totev zu hören, dass man Version 6.3 des hauseigenen Applikations-Servers komplett umschreiben und darin umfassenden Support für die Spezifikationen der Java 2 Enterprise Edition (J2EE) 1.3 und 1.4 bieten werde. Das Upgrade werde die schnellstmögliche Übersetzung zwischen Java und der proprietären SAP-Sprache Abap leisten. Bestandteile des Upgrades sind die Java Management Extension (JMX) sowie diverse Java-APIs etwa für XML-basierende Remote Procedure Calls und XML-Messaging.

Wie der Online-Dienst "Computerwire" erfahren hat, soll für diese Plattform auch eine neue Java-Entwicklungsumgebung entstehen. Auch hier will sich SAP mit der Verwendung des Open-Source-Frameworks Eclipse als Grundlage an Standards halten.

Rad nicht neu erfinden

Hintergrund ist, dass sich die Independent Development Environments (IDEs) von Drittanbietern wie Borland über diesen Weg leichter integrieren lassen, anstatt sie aufwändig an die SAP-Welt anzupassen. "Wir hätten natürlich auch eine eigene, von Grund auf neu geschriebene Java-IDE bauen können, aber dazu fehlen uns die Experten, zumal unser Fokus nicht auf Technik, sondern auf Geschäftsapplikationen liegt", erklärt Totev. "Die Verwendung von Eclipse erspart uns etwa 40 Prozent der Arbeit, die wir mit einer Eigenentwicklung gehabt hätten."

Eine besondere Nähe im Entwicklungsumfeld sucht SAP zu Borland, laut Analysten die Nummer eins unter den Java-Tools-Anbietern. Vor allem das von Borland mit der Firma Togethersoft übernommene "Controlcenter" und dessen Unterstützung der Unified Modeling Language (UML) hat es den Walldorfern angetan. Togethersoft hatte sich seinerzeit selbst im Eclipse-Projekt engagiert, so dass SAP nun auf die dort eingebrachten UML-Techniken zurückgreifen kann. Die Möglichkeiten der neuen IDE würden dann von der Anwendungsmodellierung bis zur Erzeugung von Java-Klassen und Enterprise Javabeans reichen. (ue)