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28.06.1996 - 

Gartner Group hat den Markt untersucht

SAP-Berater in der Kritik

Die Analysten sind gründlich vorgegangen: 20 qualifizierte Unternehmen mit SAP-Know-how wurden untersucht, darunter befinden sich fast alle Gesellschaften mit mehr als 500 SAP-Beratern lediglich Coopers & Lybrand nahm nicht teil. Gartner erstellte nur von den Firmen Detailanalysen, die rechtzeitig antworteten, ihre Differenzierungsmerkmale in einer mündlichen Präsentation darlegten, Referenzkunden zu Kontrollzwecken nannten und mindestens 250 ausgewiesene SAP-Spezialisten weltweit beschäftigen.

Die Wertung erfolgte nach sechs Kriterien:

1. Weltweite Repräsentanz. Gartner wollte wissen, ob es rund um den Globus genügend ausgebildetes R/2- und R/3-Personal gibt, wieviel Erfahrung vorliegt und welche Summen in SAP-Know-how investiert wurden. Überdurchschnittlich schneidet in diesem Punkt Andersen Consulting mit 6,8 von zehn möglichen Punkten ab. Rang zwei belegt Price Waterhouse (6,3). Es folgen die Deloitte & Touche Consulting Group (5,5) vor IBM und KPMG (jeweils 5,3).

2. Vertikale Marktkenntnisse sprechen die Analysten ebenfalls vor allem Andersen Consulting (7,5), Price Waterhouse (6,0) sowie KPMG (5,5) zu. Hier fließen Kriterien ein wie Entwicklung spezifischer Industrielösungen im SAP-Umfeld oder die Fähigkeit, vorkonfigurierte Templates anzubieten. Auch die Mitarbeit in sogenannten Centers of Excellence der SAP wird von den Marktforschern honoriert. Expertenwissen in diversen Branchen wird ebenfalls Siemens-Nixdorf und CSC zugesprochen.

3. Auch mit Know-how in der Gestaltung und Optimierung von Geschäftsprozessen überzeugt Andersen Consulting (7,0) die Marktforscher am meisten. In diesem Punkt schneiden außerdem Deloitte & Touche (6,5) sowie Price Waterhouse (6,5) besser ab als die Konkurrenz. Gartner bewertet hier die Fähigkeit, Geschäftsprozesse zu analysieren und zu gestalten. Positiv beurteilt werden crossfunktionales Wissen über alle R/3-Module hinweg, die Fähigkeit, den Implementierungsprozeß mit einem innovativen Re-Engineering zu verbinden, sowie Kenntnisse der neuesten R/3-Version 3.0.

4. Bei den technologischen Fähigkeiten haben Anbieter wie IBM (8,0) und Hewlett-Packard (8,0) die besten Karten. Ihnen werden die nötigen Fertigkeiten zugesprochen, um die komplexe Infrastruktur für den R/3-Einsatz adäquat aufzubauen und zu pflegen.

5. In puncto Anwendungs-Know-how ist die Bewertung durchgehend schwach. Am besten kennen offenbar die Berater von Deloitte & Touche (5,7) die Software. Sie können am ehesten die R/3-Parameter richtig einstellen, haben Erfahrung mit den Produkten von Drittanbietern und wissen, wie Daten auf das R/3-System übertragen werden. Außerdem zählen sie zu den Spezialisten bei der Migration von R/2 auf R/3. Platz zwei teilen sich Andersen Consulting und Price Waterhouse mit jeweils fünf Punkten.

6. Geschäftsabwicklung. Hier kommen Kriterien wie Vertragsgestaltung (Fixpreis, wertbasierte Verträge etc.), Know- how-Transfer zum Kunden, Beratungsstil und anderes zum Tragen. Besonders gut erledigen diese Dinge die Consultants von Deloitte & Touche (6,4). Auch Price Waterhouse (5,6), KPMG (5,2) und Origin (5,2) erhalten positive Beurteilungen..