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27.09.2002 - 

Erweiterungen der ERP-Software

SAP ermuntert R/3-Anwender zur Java-Entwicklung

27.09.2002
MÜNCHEN (fn) - Kundenseitige Erweiterungen in SAP R/3 wurden bisher ausschließlich in Abap geschrieben. Mit R/3 Enterprise eröffnet sich für Firmen eine Alternative: Sie können eigene Anpassungen in Java programmieren.

Mit dem auf R/3 4.6c folgenden ERP-Release "R/3 Enterprise" führt SAP eine neue Architektur ein (siehe auch CW 33/02, Seite 14). Der bisherige R/3-Code wandert in den "Enterprise Core", Funktionserweiterungen stellt der Hersteller über "Extensions" zur Verfügung. Die gesamte Software läuft dabei auf dem Web-Application-Server: Er erlaubt den Betrieb sowohl von Abap- als auch von Java-Programmen. Künftige Weiterentwicklungen des ERP-Produkts stellt SAP den Kunden im Rahmen der Wartung über Extensions zur Verfügung. Diese wird der Hersteller nach Angaben von Entwicklungsvorstand Claus Heinrich auch weiterhin in der hauseigenen Programmiersprache Abap schreiben. Gleichzeitig seien Firmen jedoch in der Lage, eigene Zusatzfunktionen in Java oder Abap zu erstellen und als Extension in ihre R/3-Enterprise-Umgebung einzuführen. In beiden Fällen griffen die Extensions über definierte Schnittstellen auf den Enterprise Core zu. "Wir ermutigen unsere Kunden, Erweiterungen in Java zu entwickeln", sagte Heinrich im Gespräch mit der COMPUTERWOCHE.

Darüber hinaus erläuterte der Entwicklungsvorstand, wie Firmen, die beispielsweise ihr ERP-System der Version R/3 4.5 um eigene Abap-Funktionen erweitert hatten, diese bei einem Umstieg auf R/3 Enterprise weiternutzen können. Mithilfe des Tools "Upgrade Assistent" durchforstet der Anwender zunächst seine bestehende R/3-Applikation nach kundenseitigen Anpassungen, extrahiert diese und speichert sie in einem Repository. Dann erfolgt die Migration auf die neue ERP-Software. Nach der Installation kopiert das Upgrade-Werkzeug den firmeneigenen Abap-Code in den Enterprise Core.

SAPs Java-Kurs entspricht dem Trend bei vielen Unternehmen, welche die Java 2 Enterprise Edition (J2EE) als Plattform für künftige Business-Applikationen verwenden wollen. Nach den Worten des Vorstandsmitglieds Shai Agassi betrachtet der Hersteller die Sun-Technologie indes nicht als Evangelium. "Falls unsere Kunden in zwei Jahren .NET und nicht J2EE als strategische Applikationsplattform ansehen, würde wir unsere Produkte an die Microsoft-Welt anpassen."