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17.12.1999 - 

Walldorfer wollen Kündigungswelle stoppen

SAP führt attraktives Beteiligungsmodell ein

MÜNCHEN (CW) - Anfang nächsten Jahres will SAP ein umfangreiches Programm für Options- und Wandelschuldverschreibungen einführen. Damit hoffen die Walldorfer, der Fluktuation von Spitzenkräften vor allem in den USA Einhalt zu gebieten.

SAP möchte für seine Manager wieder interessanter werden. Speziell in den USA hat in den vergangenen Monaten eine Reihe leitender Angestellter die Company verlassen und sehr zum Ärger von Vorstandssprecher Hasso Plattner bei Konkurrenten angeheuert. So wechselte SAP-President Jeremy Coote in die Führungsspitze von Siebel Systems, wo der ehemalige US-Chef von SAP, Paul Wahl, inzwischen als President und Chief Operating Officer (COO) tätig ist.

Viele kreative Köpfe aus SAPs Entwicklungslabors in Walldorf oder Palo Alto kehren dem Konzern ebenfalls den Rücken und finden beim Erzrivalen Oracle oder bei Internet-Firmen wie Ariba, Commerce One sowie bei Startups ein neues Zuhause. Neben mehr entwicklerischer Freiheit sind vor allem die lukrativen Aktienoptionen ein Anreiz zum Wechseln. Der "Long Term Incentive-Plan der SAP AG 2000" (LTI Plan) soll nun die Topmitarbeiter bei der Stange halten und im ersten Quartal 2000 in Kraft treten, sofern die Aktionäre einwilligen.

SAP hat deshalb zum 18. Januar 2000 eine außerordentliche Hauptversammlung nach Mannheim einberufen. Der Vorstand soll ermächtigt werden, Wandelschuldverschreibungen und Aktienoptionen mit Bezugsrechten auf Vorzugsaktien an den Vorstand, ausgewählte Führungskräfte sowie sonstige Leistungsträger auszugeben.

Dabei geht es um die Ausgabe von bis zu fünf Millionen Wandelschuldverschreibungen im Nominalbetrag von je drei Euro sowie von bis zu 6,25 Millionen Aktienoptionen mit Bezugsrechten auf Vorzugsaktien, beides befristet bis zum 31. Dezember 2004.

Ferner soll das Grundkapital um rund 15,98 Millionen Euro durch Ausgabe von bis zu 6,25 Millionen auf den Inhaber lautende Vorzugsaktien erhöht werden. Dieses Kapital dient der Sicherung von Wandlungsrechten aus Wandelschuldverschreibungen und von Bezugsrechten aus Aktienoptionen.

Von dieser Regelung wird sicherlich der neue SAP-President profitieren, der nun die Nachfolge von Coote antritt. Es ist der langjährige SAP-Mitarbeiter Christopher Larsen. Ihm steht künftig Eric Rubino als COO zur Seite, ebenfalls ein Eigengewächs der SAP.