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22.02.2005

SAP glaubt nicht an Oracles Produktpläne

Vertriebsvorstand Léo Apotheker hält die Roadmap des Konkurrenten für illusorisch.

Während sich Oracles Firmenchef Lawrence Ellison nach der Übernahme von Peoplesoft glücklich schätzt, mit SAP in einen Technologiewettbewerb zu treten, zeigt sich der Walldorfer Softwarehersteller davon unbeeindruckt. Auf einer Investorenkonferenz äußerte sich SAP-Vertriebsvorstand Apotheker wenig überzeugt von der Strategie des Konkurrenten. So hatte er für die Produkt-Roadmap Oracles, die darauf abzielt, aus den besten Teilen der Oracle-, Peoplesoft- und J.D.Edwards-Applikationssuiten ein Produkt mit dem Arbeitstitel "Fusion" zu schmieden, nur Spott übrig: "Ich bin nicht sicher, ob Fusion der richtige Begriff ist, vielleicht sollte es besser Konfusion heißen."

Walldorfer reklamieren technischen Vorsprung

Bislang habe es noch niemand geschafft, drei verschiedene Plattformcodes in einen einzigen zu überführen. Als Beispiel nannte er Microsofts Probleme, aus eigenem Code und den Zukäufen Navision, Great Plains und Solomon eine neue Plattform zu entwickeln (siehe Seite 14). "Das wurde verschoben, und meines Erachtens wird Microsoft diese Strategie ändern", so Apotheker.

Wenig überraschend bescheinigte der Vertriebsvorstand seinem Unternehmen einen signifikanten Technikvorsprung gegenüber Oracle. Als wichtige Faktoren nannte er SAPs Integrationsplattform "Netweaver" und die Fortschritte bei der Umsetzung der "Enterprise Services Architecture" (ESA). SAP sei wegen des Oracle-Peoplesoft-Mergers nicht beunruhigt. "Wir stehen mit Oracle im Wettbewerb, aber das tun wir schon seit 20 Jahren - und zwar sehr erfolgreich", gab sich Apotheker zuversichtlich. In der Tat konnte SAP im vergangenen Jahr von der durch die lange Übernahmeschlacht ausgelösten Verunsicherung im Markt profitieren und seinen Lizenzumsatz um zehn Prozent steigern. In den USA legte SAP sogar um 27 Prozent zu. (rg)