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29.03.2005

SAP hofft auf eine Netweaver-Community

George Paolini, einer der Väter des Java Community Process, soll Anwender zusammenführen.

SAP wolle sich als vollwertiger Plattformanbieter in der Softwarebranche etablieren, meldete sich der frisch gebackene SAP-Manager George Paolini erstmals zu Wort. Der ehemalige Sun-Mitarbeiter verantwortet seit Mitte März als Senior Vice President Platform Ecosystem Development den Ausbau von SAPs Partner- und Entwicklerprogramm. Die Walldorfer wollen mit der jüngst angekündigten Business Process Platform (BPP), einer Weiterentwicklung der Integrations- und Infrastrukturumgebung "Net- weaver", eine Basis liefern, auf der andere Softwarehäuser, aber auch Kunden eigene Lösungen entwickeln können.

Paolinis Aufgabe wird sein, eine Partner- und Kunden-Community zu bilden und diese auf die SAP-Plattform einzuschwören. "Ich wurde angeheuert, um ein stabiles und skalierbares Ökosystem zu errichten", sagt der SAP-Manager. Gleiches hat er bereits bei Sun geleistet. Dort war Paolini seit 1998 maßgeblich am Aufbau der Java-Community beteiligt. Seine Erfahrungen will er nun für die Netweaver-Gemeinde nutzen.

SAP sammelt für Repository

Um den Rahmen für seine künftige Community abzustecken, will SAP anhand einzelner Geschäftsprozesse Services definieren, die dann mit Hilfe von Softwaremodulen unterlegt werden sollen. Dazu plant SAP ein Service-Repository. Erste Definitionen wollen die Walldorfer Paolini zufolge bereits in den kommenden Wochen für die Entwicklergemeinde freigeben. Das gesamte Repository soll Paolini zufolge in der zweiten Jahreshälfte vorliegen.

Bis dahin müsse das deutsche Softwarehaus jedoch noch einige Unklarheiten beseitigen, fordert Bruce Richardson, Analyst von AMR Research. So sei bislang nicht klar, was es die Entwickler koste, auf das SAP-Ecosystem zuzugreifen. Auch der Zertifizierungsprozess sei noch nicht geregelt.

Entwickler zögern noch

Paolini räumt ein, dass es auf dem Weg zu mehr Offenheit einige Hürden für SAP und deren Partner zu überwinden gelte. Zwar habe SAP mittlerweile rund 1500 Netweaver-Kunden. Jedoch würden weniger als 100 Entwickler an Lösungen für diese Plattform arbeiten. Mit Hilfe des Repository werde es jedoch einfacher, Applikationen für die neue SAP-Welt zu entwickeln, da mehr und mehr Funktionen in die zugrunde liegende BPP verlagert würden. SAP werde zunächst horizontale Services zur Verfügung stellen und von dort aus Wege aufzeigen, wie vertikale Märkte zu adressieren seien. SAP selbst hege keine vertikalen Ambitionen, beruhigte Paolini die Partner. "SAP kann nicht in jedem einzelnen Unternehmen spezifische Funktionen implementieren." (ba)