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30.03.2001 - 

Kooperation mit Nortel/Clarify in Frage gestellt

SAP hofft auf neue Produktpalette

HANNOVER (CW) - Anlässlich der CeBIT blies die SAP AG zur Aufholjagd in den lukrativen Zukunftsmärkten Customer-Relationship-Management (CRM) und Supply-Chain-Management (SCM). Außerdem wollen die Walldorfer branchenspezifische Lösungen gemeinsam mit der Telekom in Form von ASP-Angeboten offerieren.

Über das Telekom-Rechenzentrum in Magdeburg sollen mittelständische Interessenten branchenspezifische Ready-to-work-Lösungen auf Mietbasis nutzen können. Im Rahmen des Application-Service-Providing-(ASP-) Vertrags zahlen die Kunden einen einmaligen Betrag und tragen zusätzliche Kosten für die monatliche Überlassung inklusive Nutzung, Wartung und sicheren Zugriff. Darüber hinaus sind nach Bedarf kostenpflichtige Service- und Supportleistungen erhältlich. Erste Anwendungen wurden bisher für die Lebensmittelbranche, IT-Dienstleister und den Technischen Handel bereitgestellt. Laut SAP lassen sich die Produkte binnen zwölf Tagen einführen.

SAP-Vorstandssprecher Henning Kagermann nutzte die Messe ferner, um seine Pläne für die Wachstumsmärkte CRM und SCM vorzustellen. SAP werde noch in diesem Jahr die Marktführerschaft im SCM-Segment erreichen und - zumindest in der eigenen Kundenbasis - auch den CRM-Markt anführen.

Um die Ambitionen zu unterstreichen, präsentierte der SAP-Sprecher mit dem Keramikproduzenten Villeroy & Boch einen neuen Großkunden für die CRM- und die SCM-Suite und kündigte ferner an, die Berater von Pricewaterhouse-Coopers würden SAPs CRM-Lösung in ihr Integrationsportfolio aufnehmen. Carol Burch, kanadische Chefin der kürzlich etablierten CRM-Abteilung, versprach noch für dieses Jahr ein "signifikantes Update" von "Mysap.com CRM". Über den genauen Zeitpunkt hielt sie sich allerdings bedeckt.

Etwas deutlicher wurde Burch, als es um die künftige Zusammenarbeit mit CRM-Partner Nortel/Clarify ging: Man befinde sich derzeit in Diskussionen mit den Kanadiern und wolle nicht ausschließen, dass die Kooperation beendet werde. Sollte sich SAP in Zukunft ganz auf die eigenen CRM-Produkte verlassen, kämen unsichere Zeiten auf die wenigen Kunden zu, die eine gemeinsame SAP-Nortel-Lösung einsetzen.

Auf die Frage, wie sich die negative US-Konjunkturentwicklung auf SAP auswirke, sagte Kagermann, das Unternehmen liege im Plan und werde das angepeilte Umsatzwachstum von 23 Prozent im ersten Fiskalhalbjahr 2001 wohl erreichen. Auch die operative Marge werde - abzüglich der Kosten für das "Star"-Mitarbeiterprogramm - ähnlich stark zulegen. Eine Prognose für die zweite Jahreshälfte 2001 wollte Kagermann mit Hinweis auf die Marktschwäche in den USA und Japan nicht abgeben.