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19.11.2004 - 

Analyse

SAP in Europa unangefochten

Im westeuropäischen Markt für Business-Applikationen weht laut IDC ein eisiger Wind. SAP sei derzeit der einzige Anbieter, der sowohl flächendeckend liefern als auch ein breites Spektrum an vertikalen Märkten versorgen könne und dabei Profite erwirtschafte. Alle anderen Hersteller müssten sich entscheiden, in welchen Bereichen sie antreten und ihre Umsätze erwirtschaften wollten.

In Europa hält SAP den Analysten zufolge 39 Prozent des ERP-Marktes, dessen Wert auf 6,7 Milliarden Dollar beziffert wird. Platz zwei und drei nehmen Oracle und Peoplesoft ein, gefolgt von der Sage Group und Microsoft Business Solutions. Den Analysten zufolge wird SAP seinen Vorsprung aufgrund seiner gegenwärtigen Marktdominanz, seiner modernen Architektur, seines großen Partnernetzes und seiner Ausrichtung auf wichtige vertikale Märkte halten können. Allerdings seien die hohen Preise die Achillesferse der Walldorfer.

Oracle und Peoplesoft seien nicht gut genug positioniert, um in Europa nennenswerte Marktanteile hinzuzugewinnen. Die industrielle und regionale Abdeckung reiche oft nicht aus, um europäisch aufgestellte Kunden flächendeckend zu bedienen. Oracle könne sich außerdem nicht auf seine Applikationen konzentrieren, weil die Entwicklung technischer Produkte im Infrastrukturbereich zu viel Aufmerksamkeit des Managements binde. Peoplesoft besitze ein zu kleines Partnernetz für seine "Enterprise-One"-Produkte und leide zudem unter dem Wechsel im Management.

Gute Chancen, sich besser in Szene zu setzen, sieht IDC im mittleren und unteren Marktsegment für die Sage Group, Microsoft und Exact Software. Alle drei seien aufgrund ihres breiten Partnernetzes gut positioniert. Für die Zukunft sei allerdings Microsoft am besten aufgestellt - aufgrund seiner vollen Kassen und seiner Produktvisionen. (hv)