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06.12.2005

SAP kauft Integrationstechnik zu

Callixa-Lösung soll die Datenbankabfrage effizienter machen.

SAP hat den Integrationsanbieter Callixa Inc. übernommen. Der Deal war bereits vor drei Monaten abgeschlossen worden, allerdings hatte SAP dies nicht öffentlich gemacht. Gründe für die verzögerte Ankündigung nannte SAP-Vorstand Shai Agassi nicht. Auch über die finanziellen Details des Deals wollte er nichts verraten.

SAP habe Callixa wegen dessen Technik zur Anbindung von Applikationen an verschiedene Datenbanken gekauft, begründete Agassi die Akquisition. Damit ließe sich eine einzelne Datenabfrage an mehrere Datenbanken und Speichersysteme adressieren. Die Callixa-Lösung sammelt die entsprechenden Informationen und präsentiert sie dem Nutzer als eine Antwort. Die Abfragen könnten per SQL beziehungsweise auf Basis der Open-Database-Connectivity- (ODBC) und Java-Database-Connectivity-Technik (JDBC) entwickelt werden. Um die Lösung zu nutzen, müssten Anwender einmal alle einzubeziehenden Datensysteme innerhalb der Callixa-Integrationssoftware anmelden.

"Das ist eine Kerntechnik"

Eine derartige Technik sei sehr wichtig, betonte Agassi. Unternehmen legten heute Daten zunehmend auf verschiedenen spezialisierten Systemen ab: "Wir sehen zunehmend eine Fragmentierung der Speicher- und Datenbanksysteme." Um sich auf diese Veränderungen einzustellen, müsse SAP die notwendigen Verfahren zum Handling der verschiedenen Datenspeicher in seine Software integrieren: "Das ist eine Kerntechnik, die tief in unserem Stack verankert werden muss." Bislang arbeitete SAP mit Lösungen des Anbieters Meta Matrix Inc., die die Walldorfer mit der eigenen Software vertrieben. Eine weitere Zusammenarbeit ist nun unwahrscheinlich geworden.

Auch SAP-Konkurrent Oracle hat bereits vor Monaten vor einer zunehmenden Fragmentierung der Informationen in Unternehmen gewarnt. Der Datenbankspezialist geht mit seinem Konzept der Data Hubs an die Sache heran. Damit soll es möglich sein, Daten nach bestimmten Kriterien zusammenzufassen und zu strukturieren. So gibt es beispielsweise einen Customer Data Hub für Kundendaten sowie einen Product Data Hub für Informationen zu einzelnen Produkten. Oracle will seine Data-Hub-Technik weiterentwickeln und in seiner "Fusion"-Middleware verankern. Aufgrund seiner langjährigen Erfahrung im Datenbankgeschäft kann der SAP-Konkurrent auf einen gewissen Vorsprung bauen, was das Handling von Informationen anbelangt.

Callixa Inc. wurde bereits seit einiger Zeit als Übernahmekandidat gehandelt. Das Unternehmen, das mit seiner Integrationstechnik in Sachen Datenbanken lange Zeit als Pionier galt, geriet vor einigen Jahren in eine Krise. Drei hochrangige Manager der Softwarefirma waren bei den Terrorangriffen auf das World Trade Center am 11. September 2001 in New York getötet worden. Danach hatte Callixa einige Zeit seine Türen geschlossen und war in der Folge immer wieder auch selbst auf der Suche nach einem Käufer für das eigene Geschäft. (ba)