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31.10.1997 - 

Front-end in Java und 32-Bit-Windows

SAP konkretisiert GUI-Pläne

"In spätestens drei Jahren nehmen wir die GUIs für Apple Macintosh, IBMs OS/2 und Unix Motif aus dem Programm", sagte Hasso Plattner, Vorstandssprecher der SAP. Statt dessen können Anwender zukünftig ein Java-Front-end einsetzen, welches das Unternehmen bereits zur CeBIT '97 angekündigt hatte.

Komplett auf proprietäre Benutzer-Schnittstellen verzichten möchten die Walldorfer trotz des universell, mit entsprechender Virtual Machine auch auf Windows-Rechnern einsetzbaren Java-Desktops allerdings nicht. "Wir werden unsere Anstrengungen bei der Entwicklung der Anwendungs-Schnittstelle auf 32-Bit-Windows konzentrieren und diese Front-end-Plattform optimieren", so Plattners Tribut an das Betriebssystem des Redmonder Softwaregiganten, der mit Java-Urheber Sun im Clinch liegt. Immerhin laufen rund 35 bis 40 Prozent der neu verkauften R/3-Systeme auch auf dem Server-Betriebssystem NT. Die Chance, bei einem Kunden auf Microsoft-Produkte zu treffen, betrage nach Plattners Schätzung nahezu 100 Prozent. Andererseits dürfe man Java aber nicht vernachlässigen.

BAPI-Diskussionen im Internet

"Mit der Entscheidung für Windows als Desktop-Betriebssystem rückt die SAP von ihrer bisherigen Haltung ab, für alle Plattformhersteller etwas anbieten zu wollen", erklärt Ben Huisman, Berater bei der DMR, Consulting Group in Calgary, Alberta.

Im Rahmen ihrer Business-Framework-Initiative, die unter anderem derzeit rund 300 Business Application Programming Interfaces (BAPIs) enthält, präsentierten die Walldorfer auf der Konferenz zudem ihr Open-BAPI-Network-Programm. SAP hat in diesem Zusammenhang eine eigene Web-Site eingerichtet. Entwickler können dort, ähnlich wie in Diskussionsforen, über die neuesten Release-Stände und Projekterfahrungen Informationen austauschen. Zudem soll die Möglichkeit bestehen, Updates sowie Programme herunterzuladen. Mit der Business-Framework-Strategie wollen die Softwerker eine schrittweise Objektorientierung ihres R/3-Paketes erreichen und somit die eng gekoppelten Anwendungskomponenten künftig "lose" verbinden.