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05.02.1999 - 

Untersuchung bei 150 deutschen Unternehmen

SAP-Kunden zeigen Interesse an Data-Warehouses und Data-Marts

MÜNCHEN (CW) - Nicht weniger als 68 Prozent aller deutschen SAP-Kunden planen den Aufbau eines Data-Warehouse oder Data-Marts. Zu diesem Schluß kommt eine Marktumfrage der Sqribe Technologies GmbH, München.

Rund 70 Prozent der Führungskräfte in den Unternehmen verlangen nach Informationen, die ihnen einen besseren Überblick über den eigenen Betrieb geben. Hoch sind auch die Anforderungen der SAP-Anwender an ihre Olap- und Reporting-Systeme: Knapp 60 Prozent der Auskunftgeber wünschen sich auch grafische Darstellungen der Informationen, 52 Prozent bestehen auf Internet-beziehungsweise Intranet-fähige Lösungen, wiederum 50 Prozent wollen völlige Flexibilität bei der Zusammenstellung der Berichte. 41 Prozent der Unternehmen halten nur Reports für sinnvoll, in denen sich Daten aus R/3 und anderen Anwendungen kombinieren lassen. Immerhin verwenden 46 Prozent der Firmen neben SAP-Programmen mehr als fünf weitere strategische Anwendungssysteme, ein Viertel hat sogar mehr als zehn andere betriebswichtige Softwarepakete im Einsatz.

Mit den heutigen Programmen zufrieden sind die befragten Anwender nur unter zwei Aspekten: bei der Layoutgestaltung der Berichte und bei der Verknüpfung von Datenreihen innerhalb von R/3. In 80 Prozent der zehn wichtigsten Kriterien für firmenweites Berichtswesen sehen sich die Anwender hingegen von den heute verfügbaren Lösungen nicht zufriedengestellt. Trotz der hohen Anforderungen an die Funktionalität akzeptieren 56 Prozent der befragten SAP-Anwender keinen zusätzlichen Wartungsaufwand für das firmenweite Berichtswesen.

Bislang setzen die Unternehmen offenbar eher rudimentäre Methoden zur Datenanalyse ein. 58 Prozent der SAP-Anwender verwenden hierfür Microsofts "Office". Zunehmende Datenbankgrößen erklären den Drang zu Data-Warehouses und Data-Marts: Die Analyse dieser Datenmengen ist mit herkömmlichem Reporting direkt aus den Produktionsdatenbanken nicht mehr zu bewältigen, weil diese durch zusätzliche Auswertungsläufe zu stark belastet werden und möglicherweise "in die Knie gehen". Die Extraktion in separate Datensilos ist für die Analyse somit unerläßlich.

Angesichts dieses Trends sinnen die Firmen auf Abhilfe in Sachen Olap und Reporting: 85 Prozent der befragten Unternehmen erwägendie Etablierung von spezieller Software für Datenanalyse und Berichtswesen, die über die Business Application Programming Interfaces (BAPIs) an das SAP-System anschließbar ist. Als Hauptvorteil dabei wird die nahtlose Integration zwischen Reporting-Lösung und SAP-Anwendungsmodulen genannt.

BAPIs als Bindeglied

Ein Viertel der befragten Firmen will sich kurzfristig für eine Lösung entscheiden, bei der eine Fremdsoftware zur Auswertung der betriebsinternen Datenbestände via BAPI auf das SAP- System zugreift. Zudem hat die Sqribe-Umfrage einen eindeutigen Trend zu immer höheren Benutzerzahlen am SAP-System zutage gefördert, was auch die Basis für das firmenweite Berichtswesen verbreitert. So hängen heute noch an 40 Prozent der installierten SAP-Systemen weniger als 100 Benutzer, knapp 30 Prozent bringen es auf 100 bis 250 Benutzer, weniger als 20 Prozent auf 250 bis 500 Benutzer, und nicht einmal fünf Prozent aller SAP- Installationen arbeiten mit mehr als 500 angeschlossenen Arbeitsplätzen.

In Zukunft wollen indes laut Umfrage rund ein Drittel aller SAP-Anwender 500 und mehr Benutzer an das System heranlassen. Mit weniger als 100 Benutzern rechnen dann nur noch 20 Prozent der befragten Unternehmen, heißt es bei Sqribe Technologies.

Grundlage der Befragung

Sqribe Technologies hat im Rahmen der Marktuntersuchung rund 150 Unternehmen in Deutschland kontaktiert, die ein SAP-System im Einsatz haben. Die Anwender wurden telefonisch anhand eines normierten Multiple-Choice-Fragebogens mit etwa 30 Fragen nach ihrer heutigen Zufriedenheit und ihren Anforderungen an künftige Software für das Berichtswesen konfrontiert. Nach Informationen des befragenden Unternehmens haben sich die Auskunftgeber weitgehend gleichmäßig auf die Branchen Fertigung (29 Prozent), Handel (27 Prozent), Banken (27 Prozent) und Versicherungen (17Prozent) aufgeteilt. 60 Prozent der befragten Firmen erzielt zwischen 0,5 und 2,5 Milliarden Mark Jahresumsatz, jeweils 20 Prozent kommen auf mehr beziehungsweise weniger Umsatzvolumen. 40 Prozent beschäftigen weniger als 1000 Mitarbeiter, 40 Prozent zwischen 1000 und 5000 Mitarbeiter, und 20 Prozent haben mehr als 5000 Beschäftigte.