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01.11.2007

SAP nennt Business-ByDesign-Anwender

Der Softwarekonzern tastet sich mit seiner On-Demand-Lösung langsam an den deutschen Markt heran. Erste Kunden und Partner wollen SAPs Paradigmenwechsel mitgehen.

Mit Business ByDesign hat SAP eine Kehrtwende in seinem Produktportfolio vollzogen. Kunden können ab dem kommenden Jahr mit dem On-Demand-Paket eine komplette Business-Software-Suite für alle Geschäftsanforderungen via Internet mieten und beziehen. Ob der Markt auf das neue SAP-Modell einsteigt, bleibt allerdings offen.

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Softwarenot im Mittelstand?

Viele mittelständische Anwender seien derzeit in Sachen Software unterversorgt, sagte SAP-Vorstand Peter Zencke. "Man muss sich teilweise wundern, wie sie es schaffen, ihr Geschäft zu meistern." Nach Einschätzung des SAP-Managers seien die Applikationen oft veraltet, aufgrund vieler Insellösungen blühe der Wildwuchs, und die populärste Business-Anwendung sei Excel.

Allerdings muss es SAP erst einmal gelingen, diese Klientel zum Umstieg zu bewegen offenbar funktionieren die geschmähten Lösungen durchaus. Dazu kommt, dass die anvisierte Klientel, wie SAP selbst zugibt, bislang einen weiten Boden um die Walldorfer Software gemacht hat. Zu komplex und zu teuer, lauteten die gängigen Vorurteile.

Die ersten Anwender äußern sich indes positiv. Frank Hermann, verantwortlich für den Bereich Corporate Development bei Wima, erhofft sich von Business ByDesign mehr Transparenz und eine bessere Integration. Bislang musste der Spezialist für elektronische Bauelemente an seinen Standorten mit verschiedenen, nicht integrierten Insellösungen zurechtkommen. "Excel wollen und müssen wir abschaffen", lautet das Ziel. Zudem erwartet Hermann von der SAP-Lösung Kosteneinsparungen.

SAP betont darüber hinaus, wie wichtig Partner für das neue On-Demand-Geschäft seien. Der Konzern will dabei vor allem von der Kundennähe und dem Branchen-Know-how profitieren. Die Partner sollen die Software beim Kunden konfigurieren sowie mit eigenen Funktionen weiter "veredeln", gibt Zencke vor. Als Beispiele nennt der SAP-Vorstand Bereiche wie Collaboration und die Einbindung externer Inhalte sowie von Fremdsystemen.

Bislang haben die SAP-Partner allerdings vor allem von Beratungsleistungen und dem Implementierungsgeschäft gelebt. Komplexe Projekte sorgten in der Vergangenheit für gute Geschäfte. Das wird es in der neuen Business-ByDesign-Welt jedoch nicht mehr geben, stellen auch die SAP-Verantwortlichen klar. Bestehende Partner müssten deshalb einen separaten Geschäftszweig aufbauen. Zusätzlich will der Konzern neue Partner gewinnen, um ab 2008 das Volumengeschäft anzukurbeln.

Weniger Geschäft mit BBD

Der Erfolg hält sich allerdings in Grenzen. Bisher kann der Konzern weltweit 22 Reseller präsentieren davon neun aus Deutschland (All for One, CIB, Denker & Lenker, Itelligence, Kirbis, Seeburger, Steeb, TDS und Versino) , die eine Absichtserklärung unterschrieben hätten, Business ByDesign zu vermarkten. Zwar hat SAP seine On-Demand-Lösung erst am 19.September dieses Jahres offiziell vorgestellt. Allerdings lancierte das Management bereits seit Jahresanfang immer wieder Informationen über seine neue Strategie im Markt. Die Partnerlandschaft ist also schon seit Monaten informiert. Trotz der überschaubaren Zahl an Partnern spricht Andreas Naunin, Leiter des Unternehmensbereichs Mittelstand der SAP, von einem "starken Interesse".

"Der Dienstleistungsumfang bei Business ByDesign ist geringer", räumt Werner Hölzl, Geschäftsführer von Versino, ein. Das komme ihm jedoch entgegen. Ansonsten müsste wieder eine neue Mannschaft aufgestellt werden, um dieses Feld bedienen zu können. Was unter dem Strich für seine Firma herausspringt, kann Hölzl allerdings noch nicht beziffern. Die Vertriebspartner sollen einen Anteil an der Softwaremiete erhalten. Wie viel das genau sein wird, stehe bislang nicht fest. Ähnlich wie beim Partner-Edge-Modell werde es jedoch je nach Klassifizierung Unterschiede geben. (ba)