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11.10.2005

SAP nimmt neuen Anlauf im CRM-Markt

"Mysap CRM 2005" mit Branchen-Know-how und verbesserten Analysefunktionen.

Ende Oktober wird SAP sein neues Release "Mysap CRM 2005" auf den Markt bringen. Die Version bedeute einen großen Schritt in Sachen Kunden-Management-Software, ließen die Walldorfer verlauten. Die Software soll zusätzliche Funktionen für Kernprozesse wie Vertrieb, Service und Marketing bieten. Außerdem seien die Benutzerschnittstelle sowie die Analysefunktionen verbessert worden.

CRM-Markt in Bewegung

Die zuversichtlichen Prognosen von Analysten über die Wachstumsaussichten der kommenden Jahre im weltweiten CRM-Geschäft haben die Begehrlichkeiten einiger Softwareanbieter geweckt. Neben der Übernahme des einstigen CRM-Vorreiters Siebel durch Oracle verstärkte auch der ERP-Anbieter SSA Global mit der Übernahme von Epiphany seine CRM-Sparte. Analysten sind sich jedoch uneins darüber, wer den Markt derzeit anführt. Während AMR Research SAP an der Spitze sieht, führt IDC den Spezialanbieter Siebel auf Rang eins des globalen CRM-Marktes. SAP folgt nach Oracle auf Platz drei.

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www.computerwoche.de/go/

*81112: Oracle kauft Siebel;

*80249: Analysten zum weltweiten CRM-Geschäft;

*80000: Markt für CRM on Demand;

*75581: SAP kündigt "Mysap CRM 2005" an.

CRM-Module statt Softwareblock

SAPs künftiges CRM-Release enthält außerdem eine Reihe industriespezifischer Erweiterungen. Man werde Prozess-Know-how aus mehr als 25 Branchen implementieren, hieß es bei der Ankündigung im Frühjahr 2005. Die Entwicklung sei vor allem durch Gespräche mit Anwendern getrieben worden, bestätigt Siegfried Leiner, Vice President CRM Application Solution Management von SAP.

Auch die Architektur hat sich Leiner zufolge verändert. Die Zeit monolithisch aufgebauter Applikationen sei vorbei. CRM werde sich künftig als eine Reihe modularer Softwarebausteine präsentieren, die verschiedene Prozesse im Kunden-Management abdecken. Den Bauplan dafür liefert SAPs Enterprise Services Architecture (ESA).

On-Demand bleibt Spekulation

Kunden müssten sich für eine Plattform entscheiden, prognostiziert der SAP-Manager. CRM werde neben anderen Anwendungen ein Bestandteil der Plattform sein. Dieser Trend sei auch ein Grund für Oracle gewesen, den CRM-Anbieter Siebel zu übernehmen. Der Konkurrent habe CRM-Funktionen für seine "Fusion"-Plattform gesucht.

Unklar bleibt weiterhin, ob SAP eine CRM-on-Demand-Lösung anbieten wird. Immer wieder hatte es in den vergangenen Monaten Spekulationen darüber gegeben, SAP könnte angesichts des Erfolgs von Anbietern wie Salesforce.com und Rightnow Technologies ein eigenes Angebot entwickeln. Zwar lassen sich bereits heute die bestehenden CRM-Anwendungen von SAP extern betreiben. Eine dedizierte On-Demand-Lösung gibt es bislang jedoch nicht. Standardfunktionen für CRM anbieten könne im Grunde jeder, behauptet Leiner mit einem Seitenhieb auf die On-Demand-Verfechter. Kunden verlangten jedoch skalierbare, flexible und integrierbare CRM-Lösungen. (ba)