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09.08.2005

SAP ordnet Stammdatenprodukte

Mit Version 5.5 von "SAP MDM" macht der Hersteller einen Neuanfang.
SAP auf dem Weg zu einer übergreifenden Datenintegration und Stammdatenverwaltung.
SAP auf dem Weg zu einer übergreifenden Datenintegration und Stammdatenverwaltung.

Die mit vielen Vorschusslorbeeren bedachte Stammdatenlösung "SAP MDM 3.0" wird nicht allgemein erhältlich werden. Sie war mit Hilfe der hauseigenen Programmiersprache Abap entwickelt worden und hatte funktional vor allem die Integration, Harmonisierung und Konsolidierung von Daten zwischen SAP-Systemen bezweckt. Ihre Einführung war aber laut Insidern zu komplex, und die Clients des MDM-Servers zeigten sich technisch nicht ausgereift. Bereits im letzten Jahr hatten die Walldorfer deshalb den Anbieter A2i hinzugekauft. Dessen Katalogsoftware "Xcat" zur Verwaltung von Produktinformatio- nen war nachfolgend als "Master Data Management Extended Edition" (MDME) vermarktet worden.

Mit dem Kurswechsel geht MDM 3.0, das nie allgemein verfügbar war, nun in die Wartung über, die es laut SAP noch bis zum Jahr 2012 geben wird. Die strategische Zukunft heißt hingegen MDME. Diese Software wurde kürzlich in "MDM 5.5" umgetauft und soll in Form von zunächst drei Service Packs sukzessive ausgebaut werden. Ziel ist es, die bisherigen Funktio- nen von MDM zu erweitern. Seit Juli ist das erste dieser Updates verfügbar und bringt beispielsweise Mehrsprachenunterstützung und vordefinierte R/3-Objekte für Kunde, Hersteller, Material und Mitarbeiter. Hinzu kommt der Austausch mit externen Systemen per XML-Dateien über die Netweaver-Infrastruktur sowie die globale Datensynchronisation auf Basis von MDME.

Das zweite Service Pack ist zum vierten Quartal 2005 angekündigt und bringt die Synchronisation mit dem Datenpool "Transora" sowie eine Verknüpfung mit dem "Netweaver Enterprise Portal". Vorgesehen sind ferner Mapping-Funktionen für das Berichtswesen mit Hilfe des "SAP Business Information Warehouse" (SAP BW). Für denselben Zeitraum ist auch das dritte Service Pack angekündigt, das die Integration mit SAP BW vertiefen und die Arbeit mit Handelsdaten verbessern soll.

Dennoch dürfte sich MDM noch nicht als umfassende Basis für die Stammdatenintegration und -verwaltung eignen. So hat A2i laut Gartner lediglich 20 Kunden gehabt, von denen die meisten das Produkt nur zum Web-Publishing und Index-Matching genutzt hätten, nicht aber für eine übergreifende Datenintegration und Stammdatenverwaltung. Ebenso seien die Anforderungen, die die Integration von Kundeninformationen stellen (Customer Data Integration), noch nicht vollständig erfüllt. (as)