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19.07.1996 - 

Gerüchte verunsichern die Kunden der Systemhäuser

SAP-Partner wollen ihre Produkte weiter verkaufen

Systemhäuser wie Command, BIW, Quantum, Seitz oder Steeb bedienen ihre Kundschaft seit Jahren mit eigenen betriebswirtschaftlichen Anwendungen. Für die Abnehmer wäre es eine Katastrophe, wenn sie in kürzester Zeit auf die Software der SAP wechseln müßten. De facto droht ein solches Szenario auch gar nicht: "Solche Vertragsvereinbarungen gibt es nicht, sie wären juristisch auch nicht durchsetzbar", erklärt Hans-Jürgen Uhink, Vertriebsleiter Systemhäuser der SAP. Die Verträge würden der Europäischen Kommission zur Prüfung vorgelegt schon deshalb seien Wettbewerbsverzerrungen wohl ausgeschlossen. "Woher diese Gerüchte aufkommen, ist mir ein absolutes Rätsel", so Uhink.

Weniger rätselhaft erscheint BIW-Chef Helmut Polzer die Quelle des Gemunkels. "Die Wettbewerber wollen Unruhe in den Markt hineinbringen", so Polzer, der sich darüber "maßlos ärgert". Gegen die "Verleumder" erwägt der BIW-Chef, eine einstweilige Verfügung zu erwirken. "Wenn ich heute mein Kerngeschäft aufgeben würde, um nur noch das R/3-Geschäft zu betreiben, würde ich meinen Umsatz niemals erzielen." Das verlange aber auch niemand von ihm.

Uhink schlägt in dieselbe Kerbe: Systemhäuser müßten in den Aufbau des R/3-Geschäfts mehrere Millionen Mark investieren. Diese Beträge könnten nur aus dem Verkauf eigener Softwareprodukte stammen. Schon deshalb müßten die SAP-Partner weiter in ihrem Stammgeschäft aktiv bleiben, denn nur so ließen sich die hohen Kosten für den Aufbau von Schulung, Vertrieb und Marketing im R/3- Umfeld tragen.

Auch von der Command Computer Anwendungsberatung GmbH, Ettlingen, hat die SAP den Verzicht auf die Vermarktung der AS/400-Software "Frida" nie gefordert. Allerdings, so betont Geschäftsführer Günter Wiskot, habe er sich im Systemhaus-Vertrag mit der SAP auch ausbedungen, das eigene Produkt weiterentwickeln zu können. Er wisse nicht, ob dies auch bei anderen SAP-Partnern der Fall sei.