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22.09.1995

SAP praesentiert in den USA Release 3.0 R/3-Software auf IBMs AS/400 erfordert die Systemversion 3.6

MUENCHEN (CW/IDG) - Die Allround-Software R/3 von der SAP AG, Walldorf, wird fuer Anwender fruehestens in der zweiten Haelfte naechsten Jahres auf IBMs AS/400-Rechnern verfuegbar sein. Die Hersteller stimmen das Produkt gegenwaertig auf die 64-Bit-Power- PC-Variante der Advanced Series AS/400 ab. Als Betriebssystem wird die OS/400-Version 3.6 Voraussetzung sein.

Dieses System entspricht von der Funktionalitaet her der CISC- Variante des AS/400-Betriebssystems in der Version 3.1, berichtet der britische Branchendienst "Computergram". Es gibt allerdings einen, fuer die R/3-Portierung entscheidenden Unterschied: Die OS/400-RISC-Ausfuehrung unterstuetzt 25 Spec-1170- Programmierschnittstellen (APIs), die von der SAP-Software zwingend gefordert werden.

Nach Angaben von Big Blue mussten nur rund fuenf Prozent des zirka zwei Millionen Codezeilen umfassenden R/3-Basissystems modifiziert werden, um die Software auf dem RISC-System laufen zu lassen. Ab November dieses Jahres sollen zunaechst fuenf Pilotkunden der IBM mit der Installation beginnen. Durch die Unterstuetzung des sogenannten Technology Independent Machine Interface auf der neuen AS/400 werde R/3 die erste betriebswirtschaftliche Client-Server- Software sein, die die 64-Bit-Hardware einschliesslich Betriebssystem und Datenbank vollstaendig unterstuetze.

SAP ermoeglicht die Portierung auf den 64-Bit-Rechner, weil jetzt die erforderlichen Rechen- und Durchsatzwerte erreichbar sind. Die IBM-Maschine werde deutlich mehr Anwender als bisher unterstuetzen und ein weitaus hoeheres Transaktionsvolumen sowie die Einrichtung wesentlich groesserer Datenbanken ermoeglichen. IBM wird als R/3- Datenbasis ausschliesslich das festverdrahtete AS/400-interne DB2/400-System anbieten. Ein insgesamt guenstigeres Preis- Leistungs-Verhaeltnis soll diesen Rueckfall in proprietaere Zeiten vergessen machen.

ALE-Technik oeffnet R/3 fuer Drittprogramme

Auf der Midrange-Maschine kommt R/3 in der neuen Version 3.0 zum Einsatz. SAP stellt die optimierte Software in diesen Tagen auf der Benutzerkonferenz in Phoenix, Arizona, vor. Anlaesslich dieser Tagung wird eine Reihe von Softwarehaeusern ergaenzende Loesungen zu R/3 praesentieren, die sich ueber die neue Technik "Application Link Enabling" (ALE) mit der Standardsoftware verbinden lassen.

Zu diesen Anbietern zaehlt etwa die Manugistics Group Inc., die ihre Software zur Optimierung des Materialflusses im Unternehmen an das SAP-System anhaengt. Auch die AVP Systems wird ihre Loesung zur Berechnung von Umsatzssteuern mit der SAP-Software kompatibel machen. Dabei soll die ALE-Schnittstelle nicht nur die Nutzung derselben Datenbestaende ermoeglichen, sie soll auch die Wartung sogenannter Master-Daten erleichtern.

Zu den wichtigsten Eigenschaften, die R/3 in der neuen Version bietet, zaehlt neben der ALE-Unterstuetzung die eingebaute Workflow- Komponente. Ausserdem bietet die Software ein neues Modul fuer den Werkstattbereich, Unterstuetzung fuer das Electronic-Commerce- Geschaeft und - fuer den US-Markt - eine abgestimmte Lohn- und Gehaltsabrechnung. Der Finanzbereich ist unter anderem um Software fuer den Anlagesektor bereichert worden, ausserdem haelt SAP bessere Moeglichkeiten der Kommunikation und des Datenaustauschs zwischen Unternehmen bereit.