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14.01.2005

SAP-Profis sind gut im Geschäft

2004 war das Jahr der SAP-Profis - jedes fünfte Projektangebot im Freiberuflermarkt richtete sich an sie. Die Zahl der Aufträge soll weiter steigen.

Die 53000 IT-Freiberufler, die ihr Profil in der Projektdatenbank Gulp eingetragen haben, konnten sich im zurückliegenden Jahr nicht über eine mangelnde Auswahl an Angeboten beklagen: Mit 53 814 Projektanfragen meldet Gulp eine Steigerung von 86 Prozent gegenüber dem Vorjahr (32 025) und die höchste Zahl der Anfragen seit Gründung des Unternehmens vor neun Jahren. Der Aufschwung im Projektmarkt begann im Herbst 2003 langsam und setzte sich in den vergangenen zwölf Monaten kontinuierlich fort. Auch das neue Jahr startete verheißungsvoll, so Stefan Symanek von Gulp: "In der ersten Januarwoche zählten wir bereits 820 Projektanfragen, so viele, wie im vergangenen Jahr in zwei Kalenderwochen. Die traditionelle Winterpause hat praktisch nicht stattgefunden."

Besonders gut im Geschäft waren Freiberufler, die sich auf SAP spezialisiert haben: 20 Prozent aller Projektangebote richteten sich an SAP-Profis wie Entwickler, Systemberater oder Projektkoordinatoren. Gefragt waren vor allem Kenntnisse in den Modulen FI/CO, PP sowie S/D. Damit hat SAP die Dominanz im Freiberuflermarkt noch ausbauen können - in den Vorjahren entfielen nur 17 Prozent der Anfragen auf die Standardsoftware.

Nicht nur freiberufliche, sondern auch SAP-Experten zur Festanstellung werden vermehrt gesucht. Das bestätigt die Heidelberger Personalberatung Apentia Consulting GmbH, die IT-Profis sowohl in feste Arbeitsverhältnisse als auch für befristete Projektaufträge vermittelt. "Die über 100 Positionen, die wir momentan zu besetzen haben, verteilen sich gleichmäßig auf SAP-Anwender und -Beratungshäuser", sagt Geschäftsführer Ralf Breitenfeldt. Neben den Modulen BW, CRM, APO und SCM seien auch die klassischen Module wie SD oder FI/CO im Kommen. Allerdings seien die Anforderungen an die Bewerber hoch, so Breitenfeldt: "Neben Softwarekenntnissen müssen sie über Projekterfahrung, Branchen-, Prozess- und Integrations-Know-how verfügen."

Abgesehen von SAP setzten viele Freiberufler weiter auf Oracle. Einer aktuellen Gulp-Umfrage zufolge rechnet jeder zweite der 131 Befragten damit, dass im Datenbankbereich Oracle seine Führungsrolle noch weiter ausbaut. 32 Prozent gehen davon aus, dass Kenntnisse rund um Microsofts SQL-Server wichtiger werden. Unter den Programmiersprachen hat für die Hälfte Java das höchste Potenzial, gefolgt von C # (29 Prozent), das "jahrelang vor sich hin dümpelte und sich seit September 2004 auf dem aufsteigenden Ast befindet", so Symanek. Im Bereich der Betriebssysteme sieht die Mehrheit der Freiberufler Linux auf der Gewinnerseite - nur 19 Prozent glauben daran, mit Windows-Know-how ihre Attraktivität steigern zu können.

Insgesamt nimmt die Zuversicht unter den selbständigen IT-Profis zu. Über 58 Prozent gehen davon aus, dass der Projektmarkt im Januar weiter anziehen wird. (am)