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Operative Rendite trifft Erwartungen


17.01.2003 - 

SAP rechnet mit Wachstum

MÜNCHEN (CW) - Nach vorläufigen Geschäftszahlen konnte die SAP AG den Umsatz im Jahr 2002 leicht steigern und das selbst gesteckte Ziel für die operative Gewinnmarge erreichen. Vertriebschef Léo Apotheker richtet die Organisation stärker an lokalen Märkten aus; in der US-Tochter kommt es zu Entlassungen.

Das Walldorfer Softwarehaus erreichte nach eigenen Angaben im vergangenen Jahr eine operative Umsatzrendite von mindestens 21 Prozent (Vorjahr 20 Prozent). Bei diesem Wert sind Aufwendungen für aktienbezogene Vergütungsprogramme und Akquisitionen herausgerechnet. Damit sei die Vorgabe, die Kennzahl um mindestens einen Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr zu steigern, erreicht worden.

Der Umsatz für das abgelaufene Jahr liege leicht über dem Vorjahreswert von 7,32 Milliarden Euro, teilte das Unternehmen mit. Im vierten Quartal 2002 habe man mit Softwarelizenzen Einnahmen von rund 950 Millionen Euro erzielt. Die vollständigen Geschäftszahlen will SAP am 30. Januar auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt am Main bekannt geben.

Beobachter werteten die Ergebnisse positiv, zumal die Walldorfer vergangenes Jahr die ursprünglichen Wachstumserwartungen revidiert hatten. Angesichts der anhaltenden Branchenflaute fährt SAP seit Juli 2002 einen Sparkurs, der sich nun auch in der kriselnden US-Tochter niederschlägt.

Deren neuer Chef Bill McDermott gibt die ursprünglich nach Branchen aufgestellte Vertriebsorganisation zugunsten einer regionalen Struktur auf. Damit sind auch Entlassungen verbunden. 88 Mitarbeiter aus dem Vertrieb müssen gehen, weitere 44 sollen wegen unzureichender Leistung ersetzt werden. Darüber hinaus fallen 42 Arbeitsplätze in den USA einer Zentralisierung des Kundensupports zum Opfer.

Weitere Umstrukturierungen gab SAP für die Region Emea (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) bekannt. Um lokale Märkte besser bedienen zu können, spaltet Vertriebschef Léo Apotheker die Verkaufsorganisation in zwei Gruppen auf. Demnach entsteht eine Einheit für Deutschland, Belgien, die Niederlande und Luxemburg. Die übrigen europäischen Länder sowie den Mittleren Osten und Afrika betreut eine separate Organisation. Seit seinem Amtsantritt im Mai 2002 hat Apotheker damit die ursprünglich drei Vertriebsregionen in sechs Teilorganisationen untergliedert.

In seiner Position als President Global Fields Operations wolle er einige globale Prozesse, sprich Best Practices, für den Vertrieb aufsetzen, sagte Apotheker der CW. Darüber hinaus gehe es darum, in den Regionen als lokaler Player wahrgenommen zu werden. (wh)