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26.07.2005

SAP schwächelt in Deutschland

Gute Geschäfte in USA und Asien sorgen dennoch für prächtige Quartalsbilanz.

Die SAP-Verantwortlichen haben sich ein Polster für die zweite Jahreshälfte geschaffen. Trotz guter Zahlen für das Ende Juni abgeschlossene zweite Quartal 2005 wurde die Prognose, die Lizenzeinnahmen im laufenden Jahr um zehn bis zwölf Prozent zu steigern, zur Enttäuschung der Analysten nicht heraufgesetzt. Allein in den ersten sechs Monaten des Jahres hatte SAP seine Lizenzumsätze im Jahresvergleich um 16 Prozent in die Höhe geschraubt. Nun genügt in der zweiten Jahreshälfte ein vergleichsweise bescheidener Zuwachs um sechs bis neun Prozent, um die selbst gelegte Messlatte zu meistern.

SAP meldete für die Monate März bis Juni 2005 einen Umsatz von knapp 2,02 Milliarden Euro. Das sind 13 Prozent mehr als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres. Unter dem Strich blieb dem größten deutschen Softwarehaus ein Profit in Höhe von 289 Millionen Euro nach 249 Millionen Euro im zweiten Quartal des Geschäftsjahres 2004. Insbesondere das starke Lizenzgeschäft stärkte den Badenern den Rücken. Mit 576 Millionen Euro erhöhte sich dieser Posten um 16 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Analysten hatten den Lizenzumsatz lediglich auf etwa 556 Millionen Euro taxiert.

Erholung nach den Wahlen?

Den einzigen Wermutstropfen in der Bilanz der badischen Softwerker bildete das Deutschland-Geschäft. Hierzulande gingen die Lizenzeinnahmen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13 Prozent auf 93 Millionen Euro zurück. Finanzvorstand Werner Brandt begründete dies mit schwächeren Geschäften mit der öffentlichen Hand. Allgemein hätten die hiesigen Einnahmen wegen der Unsicherheit über einen möglichen Regierungswechsel im kommenden Herbst gelitten. Jedoch rechnen die Walldorfer im zweiten Halbjahr damit, dass sich das Deutschland-Geschäft wieder erholt.

Die USA sowie der asiatische Markt seien die wichtigen Wachstumstreiber, betonte dagegen SAP-Vorstandssprecher Henning Kagermann. In den Vereinigten Staaten konnte der Softwarehersteller seine reinen Softwareverkäufe im Jahresvergleich um 24 Prozent von 140 auf 174 Millionen Euro steigern. In Asien erhöhte sich der Lizenzumsatz um 23 Prozent von 69 auf 85 Millionen Euro. Der verlagerte Fokus der Walldorfer macht sich auch an den Personalplänen für dieses Jahr bemerkbar. Der Großteil der angekündigten 4500 neuen Stellen soll in den USA und in Asien entstehen.

Mit diesen Plänen drängt SAP weiter darauf, den direkten Konkurrenten Marktanteile abzunehmen. Im internen Ranking, in dem sich SAP mit Oracle, Microsoft und Siebel misst, haben die Deutschen im zurückliegenden Quartal im Jahresvergleich um vier Prozentpunkte auf einen Anteil von 58 Prozent zugelegt, während Oracle um drei Punkte auf 22 Prozent Marktanteil nachgab. Im Rahmen des Safe-Passage-Programms, mit dem die Walldorfer um verunsicherte Peoplesoft-Anwender werben, seien in den zurückliegenden Monaten 21 Kunden gewonnen worden, berichteten die SAP-Verantwortlichen. Die Zahl werde weiter zunehmen, prognostiziert Finanzchef Brandt. (ba)