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03.09.1999 - 

Details zur Mysap.com-Strategie

SAP setzt auf XML als Internet-Infrastruktur

PHILADELPHIA (CW/IDG) - SAP will seine zwei bevorstehenden US-Anwenderkonferenzen dazu nutzen, Klarheit in die eigene Internet-Strategie zu bringen. Herzstück ist dabei ein auf der Extensible Markup Language (XML) beruhendes Framework für Internet-Business.

Mit der bislang sehr allgemein gehaltenen Positionierung von "Mysap.com" habe man den Markt eher verunsichert, entschuldigt sich Chris Larsen, Direktor der Mysap.com-Division in Atlanta, für die bisherigen Ankündigungen zu SAPs Internet-Strategie. Aufklärung erfolgt derzeit auf der Entwicklerkonferenz Tech Ed und Mitte September auf dem Anwenderkongreß Sapphire, beide in Philadelphia. Zum Auftakt der Tech Ed stellten die Walldorfer ein "Internet-Business Framework" vor, das als Integrationstechnik auf XML-Basis die Voraussetzung für die Verknüpfung unterschiedlicher Anwendungen via Web schaffen soll.

Die dazu entwickelte Technik beinhaltet auf der Applikationsebene die SAP-Komponente "Business Connector". Sie übersetzt zum Beispiel Remote Function Calls (RFCs), das Format der BAPI-Schnittstellen sowie andere Quellen in XML. Das Web-Messaging-Verfahren soll dafür sorgen, daß ein Austausch von Geschäftsinformationen auf semantischer Ebene auch mit Nicht-SAP-Anwendungen möglich wird.

Zu Business Connector und Web-Messages gehört als weitere Neuheit das Tool "Webflow", ein auf einer Workflow-Engine basierendes Designwerkzeug. Über das Internet kooperierende Geschäftspartner können damit definieren, in welchen Prozessen sie wie zusammenarbeiten wollen. Außerdem lassen sich diese gemeinsamen Prozesse über Webflow verwalten und bei Bedarf verändern.

Auf Präsentationsebene führt SAP den Thin-Client "Mysap.com Workplace" ein. Seine Frontend-Einstellungen sind am Server gespeichert und können vom Benutzer in den Browser eines beliebigen Arbeitsplatzes geladen werden (Single Point of Access). Zur Konfiguration gehören Rollendefinitionen, also wer auf welche Anwendungen innerhalb eines Geschäftsprozesses zugreifen darf, sowie persönliche Einstellungen etwa in Form der für eine Arbeit benötigten Zusatzinformationen anderer Websites.

Analysten von Aberdeen und Gartner äußerten sich positiv über SAPs Weg zu einer auf XML beruhenden Infrastruktur für E-Commerce beziehungsweise Internet-Geschäftsbeziehungen. Mit dem Internet-Business Framework hätten die Walldorfer gezeigt, daß sie nicht mehr nur Visionen anbieten, so der allgemeine Tenor.

Eher im Schatten der Internet-Strategie teilte SAP zudem auf der Tech Ed mit, daß "Enjoy SAP R/3" jetzt verfügbar ist, ebenso R/3 für Linux, und daß eine Linux-Unterstützung für das Business Information Warehouse sowie für die Procurement-Module geplant sei. Diskutiert wurde auch SAPs Vorhaben in Richtung Pervasive Computing, bei dem Windows-CE-Palmtops oder 3Com-Handhelds einen R/3-Zugriff erhalten.