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08.02.2002 - 

Wachstum muss jetzt aber auf hohem Niveau gehalten werden

SAP SI AG erfüllt die Erwartungen

FRANKFURT/M. (CW/vwd) - Die SAP Systems Integration AG (SAP SI), Dresden, hat bei der Vorlage der Geschäftszahlen für 2001 die eigenen Schätzungen sowie die der Analysten erfüllt.

Das Unternehmen konnte gemäß vorläufigen Jahresabschluss seinen Umsatz im Geschäftsjahr 2001 (Ende: 31. Dezember) im Vorjahresvergleich um 44 Prozent von 186,2 auf 268,8 Millionen Euro steigern. Darin ist allerdings bereits die Übernahme des US-amerikanischen Beratungshauses Prescient Consulting mit rund 23,9 Millionen Euro berücksichtigt. Organisch gelang SAP SI mit Einnahmen von 244,9 Millionen Euro ein Wachstum von 32 Prozent. Der Operating Profit vor Goodwill-Abschreibungen verbesserte sich um 37 Prozent von 29,3 auf 40,3 Millionen Euro.

"Wir haben im Geschäftsjahr 2001 trotz schwieriger konjunktureller Entwicklung die meisten unserer Ziele übererfüllen können", erklärte Finanzvorstand Jörd Vandreier auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt am Main. Ursprünglich hatten die Ostdeutschen eine Wachstumsprognose von 22 bis 27 Prozent abgegeben und liegen somit weiter über dem Branchendurchschnitt. Den größten Beitrag zu den Umsatzerlösen erzielte der Bereich Consulting & Project Management, der um 35 Prozent auf 236,0 Millionen Euro und damit 88 Prozent vom Gesamtumsatz gewachsen ist. Die Einnahmen mit Outsourcing & Application Services kletterten um 230 Prozent von 7,9 auf 26,2 Millionen Euro, der Produktbereich legte um 87 Prozent auf 6,6 Millionen Euro zu.

Chief Financial Officer Vandreier rechnet für das Geschäftsjahr 2002 mit einer operativen Marge zwischen 15 und 17 Prozent; das Umsatzwachstum soll sich in vergleichbaren Dimensionen bewegen. Nach einem konjunkturbedingt verhaltenen Geschäft zu Jahresbeginn sei im zweiten Halbjahr mit einer Belebung der Nachfrage zu rechnen. Der SAP-SI-Vorstand bekräftigte dabei das Ziel, vor allem in Westeuropa expandieren zu wollen. Der Fokus der Internationalisierungsstrategie - gut 20 Prozent des Umsatzes werden bereits im Ausland erwirtschaftet - liege unverändert auf Großbritannien, Frankreich und Spanien. Die Kosten sollen unterproportional zum Umsatz wachsen, nachdem sie im Vorjahr deutlich zugelegt hatten. Grund dafür sei vor allem der Ausbau des US-Geschäfts gewesen.

Von Analysten wurden die guten Zahlen und vor allem der Ausblick dennoch kritisch bewertet. Die flaue IT-Konjunktur und das verhältnismäßig schwache Lizenzgeschäft der Konzernmutter SAP könnten sich im ersten Halbjahr über Gebühr negativ auswirken, hieß es. Kein gutes Omen könnte dies auch für die SAP-SI-Aktie bedeuten, denn die Notiz gilt trotz der guten Bilanzkennziffern inzwischen als deutlich überbewertet. (gh)

Abb: SAP SI AG

Mit einer Performance von 51 Prozent war die SAP-SI-Notiz im vergangenen Jahr eine der erfolgreichsten Aktien im Nemax-50. Doch die Luft wird dünner: HSBC Trinkhaus stufte das Papier bereits mit "Reduce" ein. Quelle: SAP SI