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18.12.2008

SAP strukturiert um

Der Konzern will Hierarchiestufen abbauen, Lean Management einführen und die Marge steigern.

Ab Mai 2009 übernimmt Léo Apotheker allein die Konzernleitung der SAP. Bisher teilt er sich den Vorstandsposten mit Henning Kagermann, der das Amt abgeben wird.

Dem "Manager Magazin" erläuterte Apotheker, wie er SAP weiterentwickeln will: Eine seiner Maßnahmen werde sein, Hierarchiestufen abzubauen und den Konzern in Richtung Lean Management zu trimmen. Davon erhofft sich der Topmanager, die Rendite des Unternehmens zu erhöhen und Produkte rascher als bisher auf den Markt zu bringen. Langfristig müsse SAP wieder zweistellig wachsen, sagte der SAP-Lenker.

"In manchen Abteilungen hat SAP künstlich Hierarchiebenen geschaffen. So sind in bestimmten Firmenbereichen Grenzen entstanden, die SAP nun einreißen sollte", meint dazu Frank Naujoks, ERP-Experte und Research Director bei der Unternehmensberatung i2s.

Derzeit hat SAP schwierige Aufgaben vor sich. Neben der Finanzkrise zählt dazu das neue Wartungskonzept Enterprise Support. Kunden hatten nach Protesten den Konzern dazu gezwungen, die Kündigung der bestehenden Wartungsverträge zurückzunehmen. Ursprünglich wollte SAP die Anwender über eine Änderungskündigung dazu bewegen, auf den Enterprise Support umzusteigen, der für alle Softwarenutzer verpflichtend ist. Mit dem Rückzug des Softwarekonzerns ist der Sachverhalt jedoch noch nicht erledigt, so dass sich SAP auch im nächsten Jahr mit dem Thema Wartung wird auseinandersetzen müssen.

Unklar ist auch die Zukunft des On-Demand-Systems "Business ByDesign", dessen Markteinführung der Anbieter verschoben hat. Mit dieser Lösung wollte der Konzern vor allem Neukunden begeistern.

Dem "Manager Magazin" versicherte Apotheker, sein Unternehmen könne allein mit Softwareverkäufen an Bestandskunden zweistellig zulegen. Allerdings dürfte diese Strategie - nicht nur wegen der Finanzkrise - schwieriger umzusetzen sein: So mancher Anwender will sich wegen der heftig kritisierten Wartungspolitik bei künftigen Investitionen stärker als bisher nach Wettbewerbsprodukten umschauen. (fn)