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25.10.2007

SAP: Tools für Business-Process-Management

Der Konzern muss Kunden helfen, mit der neuen SOA-Technik umzugehen.

Mit zusätzlichen Tools will SAP sein Angebot an Business-Process-Management-Werkzeugen (BPM) ausbauen. Anlässlich der Entwicklerkonferenz Teched in München kündigte der Konzern die Übernahme des indischen BPM-Experten Yasu Technologies an. Das Unternehmen sei auf Business-Rules-Management spezialisiert und schließe eine Lücke im Portfolio der Walldorfer. Nach SAP-Angaben wird die Technik in die kommende Version 7.1 des Composition Environment (CE) integriert, das Bestandteil der Integrationsplattform Netweaver ist. Die Übernahme soll im Oktober abgeschlossen werden. Finanzielle Details wurden nicht genannt.

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Spitze gegen Oracle?

IDC-Analyst Rüdiger Spies geht davon aus, dass die SAP mit der Übernahme von Yasu in ihren BPM-Bemühungen unabhängiger wird. Seiner Einschätzung nach könnte der Deal auch eine Reaktion auf die Annäherung zwischen IDS Scheer und Oracle sein. Klaus Kreplin, Corporate Officer der SAP, stellt die Kooperation mit IDS Scheer und dem anderen BPM-Partner Ilog dagegen nicht in Frage.

Mit den zusätzlichen Werkzeugen will SAP seiner Klientel die ersten Schritte in der neuen Service-orientierten Softwarewelt erleichtern. "Wir haben alles Notwendige für E-SOA ausgeliefert", sagte Kreplin vor über 4000 Konferenzteilnehmern. Jetzt sei es an den Kunden, ihre Kreativität spielen zu lassen, um das Potenzial der neuen Softwaregeneration auszuschöpfen. SAP predigt seit Jahren die Vorzüge von Service-orientierten Architekturen und bemüht sich, seine Klientel zum Umstieg zu bewegen.

Das ist allerdings gar nicht so einfach, warnt Hans-Ludwig Reinecke, Geschäftsführer des SAP-Dienstleisters Gisa. Zwar demonstriere SAP immer wieder, wie leicht es sei, mit einem Tool neue Prozesse zu modellieren und diese dann in Software zu transformieren. Die Realität sehe jedoch anders aus.

Bevor der SOA-Zug abfährt, geht es für das Gros der SAP-Kunden darum, den Schritt aus der alten R/3-Welt auf das aktuelle ERP-Release 6.0 zu meistern. Nach Angaben des Softwarekonzerns arbeiten derzeit 4800 Kunden mit der neuen Version. Im April 2006 seien es gerade einmal 200 gewesen.

(ba)