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05.11.1999 - 

Mehr Schwung für Mysap.com und Windows 2000

SAP und Microsoft schließen Allianz gegen Oracle

MÜNCHEN (CW) - Microsoft und SAP wollen bei der Vermarktung ihrer Produkte künftig enger zusammenarbeiten. Microsoft verspricht sich davon zusätzlichen Schwung für die Einführung von Windows 2000 und dem "SQL Server 7.0". SAP hofft, im Gegenzug seine Internet-Lösungen "Mysap.com" besser positionieren zu können.

Die Walldorfer wollen Kunden, die ihre neuen Internet-Anwendungen nutzen möchten, den Einsatz von Microsoft-Betriebssystemen und der Datenbank SQL Server nahelegen. Microsoft soll SAP dabei unterstützen, die betriebliche Standardsoftware besser auf die wachsende Bedeutung des Internet hin auszurichten. Für Branchenkenner ist die Kooperation ein Schuß gegen den gemeinsamen Rivalen Oracle.

Es gibt derzeit die Tendenz, Programme, die zur betrieblichen Steuerung von Unternehmen gebraucht werden, nicht mehr auf unternehmenseigenen Systemen zu installieren, sondern im Internet zu hinterlegen. Auch der Kauf und Verkauf von Waren über das Web (E-Commerce) gewinnt an Bedeutung. Hier habe die Ellison-Company gegenüber SAP die Nase vorn, so das Urteil einiger US-Analysten. Daneben ist der SAP die Dominanz von Oracle als zugrundeliegende Datenbank für R/3 schon seit längerem ein Dorn im Auge. Rund 75 Prozent aller R/3-Installationen setzen auf der Engine auf, was erhebliche Summen in die Kassen von Oracle spült. Dadurch finanziert SAP die Entwicklungen des Erzrivalen mit. Zudem öffnet sich mit jeder R/3-Installation auf Basis der Oracle-Datenbank indirekt auch eine Tür, durch die die Ellison-Company in Unternehmen schlüpfen und das eigene ERP-Produkt unterbringen kann.

Der Deal soll nun Microsoft helfen, den SQL Server im Feld der zeitkritischen Datenbankanwendungen gegen Oracle besser zu plazieren. SAP-Manager Leo Apotheker sagte, man werde Kunden, die Oracles Datenbank wollen, keine Steine in den Weg legen. Aber man wolle versuchen, die Verkäufe der R/3 zugrundeliegenden Datenbankprodukte "etwas ausgeglichener" zu gestalten.

Die Vereinbarung gilt bislang für Europa, den Mittleren Osten und Afrika, könnte aber nach den Worten von Apotheker auch auf die USA und andere Regionen ausgedehnt werden.