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01.06.2001 - 

Euro-Umstellung der Buchführung

SAP wehrt sich gegen EU-Vorwürfe

MÜNCHEN (CW) - Die EU-Kommission hält die SAP AG für mitverantwortlich dafür, dass Unternehmen ihre Buchführung nur schleppend auf den Euro umstellen. Beim Walldorfer Softwarehaus reagiert man mit Unverständnis auf diesen Vorwurf.

Im jüngsten EU-Bericht über die "Vorbereitungen zur Einführung der Euro-Banknoten und -Münzen" heißt es wörtlich: "Bestimmte von einem Unternehmen mit großem Marktanteil entwickelte Softwarepakete gestatten keine Umstellung der Konten im Laufe des Jahres, da es an Kapazität für die rückwirkende Berechnung der Daten fehlt." In einer Fußnote dazu folgt dann der Hinweis auf die "Softwarepakete von SAP". Weder aus technischer noch aus Supportsicht gebe es Anhaltspunkte für diese Aussage im EU-Bericht, heißt es bei SAP.

Spätestens seit der Einführung des Release R/3 3.1i im April 1998 seien die Anwender voll Euro-fähig, auch bezüglich des internen Rechnungswesens. Selbst für die seinerzeit verbreitete Vorläuferversion 3.0f, mit der heute in Europa keine zwei Prozent der R/3-Anwender mehr arbeiten, habe man wichtige Konvertierungsfunktionen als Projektlösung bereitgestellt. Eine ähnliche Situation gebe es im R/2-Umfeld, wo alle derzeit noch gewarteten Versionen dem Euro-Standard entsprächen. Die Anwenderforderung nach einer Rückkonvertierbarkeit der Buchhaltung sei durchgängig erfüllt.

Kein Verständnis hat Hans-Joachim Würth, bei SAP verantwortlich für die Entwicklung und das Serviceangebot zur Euro-Umstellung, auch für den Vorwurf der Kapazitätsprobleme. Seit Ostern habe sich die Zahl der Umstellungen auf 200 bis 300 pro Wochenende eingependelt, insgesamt hätten seiner Einschätzung nach etwa 60 Prozent der SAP-Anwender ihre Hauswährung umgestellt. In regelmäßigen Rundrufen würden Kunden zu ihren Konvertierungsvorhaben befragt, um die Supportkapazitäten entsprechend zu planen.

Auf die Frage nach dem günstigsten Umstellungstermin unterscheidet Würth zwei Situationen. Bei Anwendern mit Datenbanken über 500 GB habe sich eine Rückkonvertierung möglichst zu Jahresbeginn empfohlen, da das Datenvolumen zu diesem Zeitpunkt noch relativ gering gewesen sei. Dies betreffe aber nur etwa fünf Prozent der R/3-Anwender. Für den Rest spiele der Zeitpunkt keine so große Rolle, sofern nicht größere Probleme erwartet werden. Im Prinzip ist aufgrund der Vereinbarungen mit dem Finanzministerium auch eine Umstellung im Jahr 2002 möglich, vorausgesetzt, es wird rückwirkend konvertiert.