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05.04.2005

SAP will Kunden den Weg zu ESA weisen

Das "ESA Adoption Program" bietet Anwendern Informationen und Tools.

"Das ESA Adoption Program hilft Unternehmen, auf Basis von ?Netweaver? eine flexible, serviceorientierte Architektur zu etablieren", pries SAP-Vorstand Shai Agassi die jüngste Initiative aus Walldorf an. Kunden könnten so auf Basis einer anpassungsfähigen IT-Infrastruktur schneller auf Erweiterungen und Veränderungen von Geschäftsprozessen reagieren.

Seit rund zwei Jahren propagiert SAP seine "Enterprise Services Architecture" (ESA) als künftige IT-Welt. Basis ist die Integrationsplattform Netweaver, die kontinuierlich zu einer "Business Process Platform" (BPP) ausgebaut werden soll. Diese stellt Kunden nach den Worten von Agassi einsatzfertige Enterprise Services sowie die notwendige Infrastruktur zur Verfügung, um die einzelnen Services zu nutzen und zusammengesetzte Applikationen zu entwickeln.

In vier Schritten zu ESA

Das Adoption Program bilde ein Rahmenwerk, wie sich Kunden ESA annähern und das Konzept Schritt für Schritt umsetzen können, erklärt Matthias Haendly, Director Product Marketing für den Bereich Integration Strategies bei SAP. Das Programm soll Kunden in vier Phasen begleiten. In Workshops wollen die badischen Softwerker Anwendern zunächst das grundlegende Konzept einer Service-orientierten Architektur näher bringen. Dann will SAP den Unternehmen helfen, eine eigene Roadmap für die Migration in die neue ESA-Welt zu entwickeln. In der dritten Phase möchte SAP die Kunden bei der Implementierung der ESA-Architektur unterstützen. Zuletzt soll die Wertschöpfung einer Service-orientierten Architektur belegt werden.

Nutzen schwer nachzuweisen

Die Frage nach dem Nutzen von ESA im Allgemeinen lasse sich bislang nur theoretisch beantworten, sagt Haendly. Dagegen könnten anhand konkreter Einzelszenarien durchaus die Vorteile einer Servicearchitektur aufgezeigt werden. SAP biete seinen Kunden Methoden, unter anderem einen "Value Calculator", um die mögliche Wertschöpfung zu errechnen. Welcher Nutzen konkret zu erzielen sei, könne jedoch erst nach den jeweiligen Projekten beziffert werden, räumt der SAP-Manager ein.

Ziel sei es, die Kunden Schritt für Schritt an die neue IT-Welt heranzuführen, erläutert Haendly weiter. Man wolle die Anwender nicht auf eine fixe Strategie für die kommenden 15 Jahre festnageln. Vielmehr sollten sie in dem Adoption Program ein Framework für taktische Projekte sehen, mit dessen Hilfe spezifische Problemfelder angegangen werden könnten.

Diesen Weg hält auch Thomas Sauerland, CIO der Veka Group, für sinnvoll. Nach einer Grundsatzentscheidung sei man derzeit dabei, einzelne Themen wie Business Intelligence (BI) oder Portallösungen herauszugreifen und umzusetzen. Dabei gehe es auch darum, die Annahmen zum Nutzen der neuen Architektur anhand von Einzelprojekten zu verifizieren.

Allerdings gelte es Sauerland zufolge, auch immer im Auge behalten, was konkret schon umgesetzt werden könne. So gebe es auf SAP-Seite noch Dinge, die nicht verfügbar sind, wie zum Beispiel das Service-Repository. Zugleich bewege man sich als Anwender auch nicht immer so schnell wie eigentlich gewünscht. Im Gegensatz zum Rat mancher Analysten will der CIO die Schritte der SAP mitgehen und nicht abwarten. Dann könne es nämlich passieren, dass der Zug auf einmal weg ist. (ba)