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12.04.2002 - 

Vorschlag auf der Hauptversammlung im Mai

SAP will Vergütung von Führungskräften verändern

WALLDORF (CW) - Die Walldorfer Softwareschmiede SAP wird auf der Hauptversammlung am 3. Mai 2002 eine modifizierte Vergütungsart für ihre Führungskräfte vorschlagen: Der Stock Option Plan 2002 (SOP) soll den bisherigen Long Term Incentive Plan 2000 (LTI) ersetzen.

Vorstandsmitglieder, Geschäftsführer von Tochtergesellschaften, Manager und ausgewiesene Leistungsträger der SAP AG konnten bisher wählen, ob sie Wandelschuldverschreibungen oder Aktienoptionen zu ihrem Gehalt bekommen beziehungsweise sich auch für eine Kombination aus beiden Modellen entscheiden. Bezugsgröße des Long Term Incentive Plan 2000 war der als Benchmark fungierende Goldman-Sachs-Software-Index.

"Dieser Long Term Incentive Plan war sehr schwer zu administrieren", begründet Unternehmenssprecher Markus Berner die geplante Abschaffung. Die Wahlmöglichkeit zwischen den beiden Modellen und die permanente Berechnung der Benchmark zogen einen hohen Verwaltungs- und Kommunikationsaufwand nach sich. Mit dem Stock Option Plan 2002 soll künftig alles einfacher werden: Demnach können die Führungskräfte sich nur noch für Optionen entscheiden und diese beziehen, wenn der Kurs der SAP-Aktie um zehn Prozent ansteigt. "Mit diesem Plan passen wir uns unseren Wettbewerbern und deren klassischen Optionsmodellen an", so Berner.

Der SAP-Vorstand soll bis zu 19,015 Millionen Optionen mit bis zu fünfjähriger Laufzeit ausgeben können, was auch der Menge der Optionen im bisherigen Long-Term-Incentive-Plan entspricht. Neues bedingtes Kapital soll durch Ausgabe von bis zu 19,015 Millionen Stammaktien geschaffen werden. Geplant ist zudem ein genehmigtes Kapital, indem das Grundkapital um 15 Millionen Euro erhöht wird. Darüber hinaus ist vorgesehen, die Ermächtigung zum Aktienrückkauf bis zum 31. Oktober 2003 zu verlängern. Demnach kann die Walldorfer Softwareschmiede bis zu 30 Millionen eigene Aktien zurückerwerben, was zehn Prozent des Grundkapitals entspricht. Ein weiterer Tagungsordnungspunkt ist die Erweiterung des Aufsichtsrats von bisher zwölf auf 16 Mitglieder, die je zur Hälfte von Anteilseignern und Arbeitnehmern gestellt werden. Geplant ist die Wiederwahl des IDS-Scheer-Gründers August-Wilhelm Scheer sowie des Nokia-Präsidenten Pekka Ala Pietilä als Vertreter der Anteilseigner.