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22.10.2004

SAPs Business One plant die Fertigung

Neues Planungsmodul verringert Lagerbedarf.

Das neue Modul des ERP-Systems für kleinere Unternehmen erlaubt Anwendern eine Material- und Kapazitätsplanung nach dem Konzept des Material Requirements Planning (MRP). Laut SAP eignet sich die neue Komponente vor allem für kleine Firmen, die über wenig Lagerkapazität verfügen und ihre Bedarfe kurzfristig planen. Bisher hatten es die Walldorfer ihren Partnern überlassen, Planungsmodule für Business One zur Verfügung zu stellen. "Das neue Modul ist keine Alternative zu den Partnerlösungen", erläutert Michael Schmitt, Leiter des Geschäftsbereichs Mittelstand von SAP Deutschland um die Partner zu beruhigen. Die neue MRP-Komponente könne als Andockpunkt für die Planungssysteme von SAP-Partnern dienen und diese so ergänzen.

Das MRP-Modul hilft dem Anwender auf Grundlage von Vertriebsprognosen, der vorliegenden Fertigungsaufträge und des Lagerbestands, Produktionspläne aufzustellen beziehungsweise Beschaffungsaufträge zu erzeugen.

Des Weiteren hat SAP das ERP-Programm besser mit "Microsoft Outlook" integriert. E-Mails lassen sich beispielsweise als Aktivitäten in der Kundeninteraktion ablegen. Zu den zusätzlichen CRM-Funktionen zählen integrierte Kalender für Vertriebs- und Serviceaktivitäten.

"Wir haben weniger auf zahlreiche neue Funktionen Wert gelegt, sondern darauf, die Bedienung der Software zu vereinfachen sowie deren Bausteine besser aufeinander abzustimmen", sagte SAP-Vorstandsmitglied Shai Agassi gegenüber der COMPUTERWOCHE. Agassi ist seit einigen Monaten auch für Business One zuständig. Kleine Firmen sollen schnell herausfinden können, wie sie Geld zu sparen vermögen, etwa durch geschicktes Planen von Geschäftsvorgängen. Das System unterstütze den Anwender dabei mit Vorschlägen.

Erweitert hat SAP auch die Datenbankoptionen. So arbeitet Business One 2004 neben dem "SQL Server" von Microsoft mit IBMs "DB2 Express" sowie "Adaptive Server Enterprise" von Sybase zusammen.

Mysap-Anbindung

Mit dem mitgelieferten Entwicklungspaket können Anwender die Software an ihre Bedürfnisse anpassen. Neue Features dieses Software Development Kit (SDK) vereinfachen laut Hersteller das Einspielen neuer Releases. Auch das "Integration Toolkit" zum Anbinden von Business One in andere SAP-Systeme, erhielt weitere Funktionen. So lassen sich jetzt beispielsweise Abfragen für die Materialverfügbarkeit in einem Mysap-SCM-System konfigurieren.

Vertrieben wird das ERP-System über derzeit 650 Partnerfirmen in 37 Ländern. Business One 2004 geht in den Ramp-up, sprich, ausgewählte Kunden erhalten die Software zum Testen. Erst nach Abschluss der Ramp-up-Phase, laut SAP-Mann Schmitt soll dies noch dieses Jahr sein, ist das Produkt allgemein verfügbar. (fn)

Funktionen

- Planungswerkzeug für kleine Firmen, das dem Konzept Material Requirements Planning (MRP) entspricht;

- Unterstützung weiterer Datenbanken (Sybase und IBM);

- bessere Integration mit Mysap (zum Beispiel für Verfügbarkeitsprüfungen);

- erweiterte Outlook-Integration.