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20.10.2014 - 

Cloud

SAPs wachsendes Geschäft mit Abo-Modellen schmälert Gewinnaussichten

Ein Umbau kostet. Das bekommt SAP erneut zu spüren. Doch der Softwarekonzern hat auf lange Sicht keine andere Wahl, wenn er Wettbewerbern die Stirn bieten will.

Das stark wachsende Geschäft mit Abo-Modellen ist Segen und Fluch zugleich für den Softwarekonzern SAP. Während die Umsätze in dem wichtigen neuen Zweig immer weiter sprudeln, wirft das Geschäft mit Mietsoftware (Cloud Computing) deutlich weniger Gewinn ab.

SAP Rechenzentrum in St. Leon-Rot
SAP Rechenzentrum in St. Leon-Rot
Foto: SAP / Reto Klar

Auf das Gesamtjahr rechnet der Konzern nun zwar mit einem etwas höheren Cloud-Umsatz als bislang. Der um Währungsschwankungen und andere Einmaleffekte bereinigte operative Gewinn dürfte allerdings gut 200 Millionen Euro niedriger ausfallen als erwartet, wie SAP am Montagmorgen in Walldorf mitteilte.

Der Konzern stellt sein Geschäftsmodell derzeit vom Verkauf herkömmlicher Softwarelizenzen auf Mietsoftware aus der Cloud um. Damit will SAP neuen Wettbewerbern wie Salesforce.com die Stirn bieten. Zukäufe wie die jüngst angekündigte Übernahme des US-Anbieters Concur sollen den Umbau beschleunigen. Doch das Cloud-Geschäft wirft vor allem zu Beginn weniger Gewinn ab als der klassische Softwareverkauf, bei dem nach Vertragsabschluss hohe Lizenzumsätze verbucht werden können.

Während die noch niedrigen Cloud-Umsätze im dritten Quartal um 45 Prozent zulegten, gingen die etwa dreimal so hohen Erlöse mit herkömmlichen Softwarelizenzen zurück. Alles in allem verbuchte SAP dank des stetigen Dienstleistungsgeschäfts ein Umsatzplus von fünf Prozent auf 4,3 Milliarden Euro. Das Ergebnis legte im Quartal um 16 Prozent auf 881 Millionen Euro zu. In den ersten neun Monaten war es gegenüber dem Vorjahr allerdings leicht gesunken.

SAP baut wegen der Umstellung auf Cloud-Computing aktuell Stellen ab. Ende September beschäftigte der Softwarekonzern aber 68.835 Mitarbeiter, nach 66.061 im Jahr zuvor. Das sei nicht nur auf Zukäufe zurückzuführen, sagte ein Sprecher. Mehr als 1000 Beschäftigte seien wie geplant neu eingestellt worden. (dpa/tc)

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