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25.06.1976 - 

Anwenderbericht: Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk, Essen\

SAS entlastet die AV

Der Bereich "Energie-Übertragung und -Verteilung" des Rheinisch-Westfälischen Elektrizitätswerks (RWE) ist zuständig für die Planung, Projektierung und den Bau der elektrischen Netze und Anlagen. Das steigende Bauvolumen und die zunehmenden Schwierigkeiten bei der Errichtung neuer Leitungen und Anlagen machten es notwendig, die Datenverarbeitung nicht nur für technische Berechnungen, sondern auch als Hilfsmittel bei der Informationsbereitstellung und -verarbeitung einzusetzen. So wurde bereits im Jahre 1970 der Aufbau eines Informationssystems zur Projektplanung und -Überwachung für das Hochspannungsnetz geplant.

In einer übergeordneten Projektdatei sind die wichtigsten Daten der Gesamtplanung jährliches Bauvolumen etwa 400 Millionen Mark gespeichert.

Umgekehrt fließen aus verschiedenen anderen Systemen Daten in das Planungssystem ein.

Die Realisierung des beschriebenen Informationssystems mit einer konventionellen, auf fest vorgegebene Abläufe mit überwiegend sequentieller Verarbeitung ausgerichteten Arbeitsvorbereitung war in diesem Fall nicht möglich. So blieb als Ausweg die weitgehende Automatisierung des Programmablaufs, die zudem eine erhebliche Erleichterung für die Arbeitsvorbereitung mit sich brachte und die im Hinblick auf die später vorgesehene Echtzeit-Verarbeitung ohnehin nicht zu umgehen war. Das Informations-System wurde konzipiert, um schon bei der Projektierung, aber auch bei der Realisierung und der späteren Anwendung von DV-Projekten alle notwendigen Informationen schnell und, was wichtig ist, EDV-gerecht bereitstellen zu können. Es besteht aus drei Teilen:

- Statische Dokumentation

- Projekt- und Personalübersicht

- Dynamische Dokumentation

Da das DV-Informationssystem mit vertretbarem Aufwand und auch kurzfristig realisiert werden sollte, wurde zum Teil auf verfügbare Software zurückgegriffen. So wurde für die dynamische Dokumentation das Programmpaket "AUTO-SAS" der Firma ALLDATA, München eingesetzt.

Grundgedanke der SAS-Technik ist, für den Ablauf im Rechnersystem eine vom Betriebssystem unabhängige Kontroll- und Steuerungsmöglichkeit einzufahren, die SAS-Datei. Dazu muß die SAS-Datei alle für den Ablauf wichtigen Informationen enthalten. Das sind einmal die auf Grund der Anwendungen fest vorgegebenen Informationen, wie z. B. Programmeinsatzschlüssel, Programmfolge, Dateibeschreibungen, Datensicherungspläne, zum anderen Informationen, die sich aus dem Ablauf der Programme ergeben und von diesen unmittelbar in die SAS-Datei übertragen werden, z.B. Programmstart, Programmen(...). Abstimmdaten, Anzahl der Dateibewegungen. Die SAS wird seit 1971 eingesetzt. Probleme bei der Anwendung hat es nicht gegeben. Anfang 1975 wurde eine erweiterte Version implementiert.

Johannes Hermann Nöller ist Leiter der Netzberechnung und Datenverarbeitung in der Abteilung "Energie Übertragung und -Verteilung" des Rheinisch- Westfälischen Elektrizitätswerks, Essen ( Ref. über SAS 32/76, BIFOA-Inst.).