Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

21.11.2006

SAS Institute lockt Kunden auf neues Terrain

Der Analysespezialist wirbt für ein Performance-Management.

Als Allrounder auf dem Gebiet von Analyse und Reporting empfahl sich SAS Institute auf der Kundenveranstaltung "SAS Forum Deutschland" in Bonn. Dabei versuchten Herstellervertreter den rund 1100 Teilnehmern vor allem den Strategieansatz eines Corporate-Performance-Managements (CPM) näher zu bringen. Laut Christoph Sporleder, Director Solution Development bei SAS, wurde CPM bisher zu sehr auf Steuerungsprozesse im Finanz-Management bezogen. Ziel müsste aber eine horizontale, sprich: abteilungsübergreifende Integration der Informationsprozesse und Analysewerkzeuge sein, um die ersehnte Effizienzsteigerung im Unternehmen zu erzielen. Ein integriertes Reporting (transparente Informationen schaffen), die Performance-Steuerung (Strategien formulieren und integrierte Planung) sowie die Performance-Steigerung (anhand der Ergebnisse aus dem Reporting Optimierungen vornehmen) seien die Säulen, auf denen CPM ruht, so Sporleder.

Klein anfangen

Doch es sei noch viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Erst wenige Kunden hätten sich bisher etwa im Marketing mit der Umsetzung von CPM beschäftigt, wohl auch, weil es ihnen zu kompliziert sei. Laut SAS erfordert CPM jedoch vor allem konzeptionelle Arbeit, die sich schrittweise und mit oft bereits verfügbaren BI-Produkten vorantreiben lasse. Allerdings betonte der Hersteller, dass Kunden letztlich eine durchgängige technische Infrastruktur bräuchten, um CPM-Lösungen, aber auch neu diskutierten Konzepten wie Service-orientierten Architekturen (SOAs) eine solide Basis für die Datenbewirtschaftung zu verschaffen. Diese glaubt SAS seit der Einführung der Produktarchitektur "SAS 9" vor zwei Jahren und einigen späteren Erweiterungen stellen zu können. Man verfüge über das umfassendste Portfolio im Markt, behauptete Georg Franzke, Senior Expert BI bei SAS, das anders als beim Wettbewerb weitgehend organisch gewachsen sei. So verfüge SAS 9 beispielsweise über eine von Kunden gewünschte integrierte Planung und biete eine einheitliche Metadaten- und Stammdatenverwaltung.

Dem Hersteller gelingt es allerdings nur langsam, Anwender zum Umstieg auf SAS 9 zu bewegen. Zwar gebe es Kunden, die die Software sogar als unternehmensweites dispositives System einführen wie hierzulande die DAK oder ITERGO. Doch die meisten hätten bisher nur ihre Frontend-Systeme gewechselt und den "SAS BI Server" installiert, während im Backend das bisherige Data Warehouse bestehen bleibe, sagte Franzke: "Kunden sorgen sich um ihre Investitionen."

SAS wird SOA-fähig

Auf der Veranstaltung bemühte sich daher der Hersteller zu zeigen, wie sich auch die in der SAS-Gemeinde häufig vorhandenen Individuallösungen auf die neue Produktarchitektur überführen, weiterbetreiben und um neue Funktionen erweitern ließen. Mit Blick auf SOAs kündigte Franzke an, dass Kunden nun Dienste für das Datenqualitäts-Management und klassische ETL-Funktionen als Web-Services publizieren können und diese sich von Messaging-Software wie "Websphere MQ" oder "Microsoft Message Queue" als Quelle und Ziel nutzen lassen. Die SAS-Dienste sind zudem in operativen Systemen etwa von SAP einsetzbar, warb Franzke.

Basierend auf SAS 9 versucht SAS, durch neue Tools und anwendungs- oder branchenspezifische analytische Anwendungen sein Angebot auszudifferenzieren. So kündigte der Hersteller für Dezember die Lösung "SAS Profitability Management" an. Sie dient laut Manager Sporleder zur Margenkalkulation im Hochtransaktionsbereich. Anwender können Prozesskostendefinitionen Transaktionen zuordnen. Die Profitabilität lasse sich bis auf Detailebene kalkulieren. "Ich kann eine Gewinn- und Verlustrechnung pro Kunde oder Produkt erstellen", sagte Sporleder.

Neu ist auch die Software "SAS Model Manager" zur Verwaltung von Analysemodellen beispielsweise für Data Mining. Laut SAS ist es das erste Produkt, das den Lebenszyklus von Analysemodellen einschließlich ihrer Versionierung abdeckt. Unternehmen könnten ihre Modelle aktuell halten oder konkurrierend miteinander vergleichen.

Analysemodelle verwalten

Dies sei eine große Erleichterung, da bisher die laufend notwendigen Modellanpassungen etwa im Scoring weitgehend händisch erfolgen. In der ersten Version 2.1 unterstützt der SAS Model Manager nur eigene Analysemodelle. Mit der für nächstes Jahr geplanten Version 2.2 soll eine Beschreibung statistischer und Data-Mining-Modelle mit dem XML-Standard Predictive Model Markup Language sowie ein Modellaustausch mit anderen Werkzeugen möglich werden.