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09.11.2001 - 

Analysepakete aus dem Regal

SAS startet mit fertigen Data Marts

STUTTGART (CW) - Unter der Bezeichnung "Business Solutions" offeriert die SAS Institute GmbH, Heidelberg, fertige Data Marts für eng umrissene Zwecke, beispielsweise das Supplier-Relationship-Management (SRM). Der Business-Intelligence-Spezialist stellte das Konzept auf der deutschen Anwenderkonferenz in Stuttgart vor.

Seine Einnahmen von 1,12 Milliarden Dollar - davon etwa 100 Millionen in Deutschland - erwirtschaftete SAS im vergangenen Jahr hauptsächlich mit Großkunden. Ein Teil von ihnen hält dem Softwareanbieter schon zwei Jahrzehnte lang die Treue. Ungeachtet des Umsatzwachstums im zweistelligen Prozentbereich - hierzulande sogar um ein knappes Viertel - bemüht sich das in Cary, North Carolina, beheimatete Unternehmen, seinen Tools neue Anwendergruppen zu erschließen. Diesem Ziel könnte es mit seinen Business Solutions näher kommen.

Business Intelligence kommt aus der SchachtelHinter diesem Begriff verbirgt sich das Konzept, Analysewerkzeuge in vorkonfigurierte Pakete für bestimmte Applikationsbereiche einzubetten. So werden die Tools auch für weniger IT-kundige Fachbereichs-Manager interessant. Die vorgefertigten Lösungen entsprechen der von Marketing- und Strategiedirektor Jürgen Fritz formulierten Forderung, das "strategische Thema" Business Intelligence in die Abteilungen hineinzutragen.

Wie Christoph Sporleder, Executive Director Operations, erläutert, gleichen die Business Solutions den von Gartner definierten "Packaged Datamarts", die sich per definitionem aus Werkzeugen und Content, sprich: einem vorgefertigten Geschäftsmodell, zusammensetzen. Auch der SAS-Konkurrent Business Objects hat sich die Entwicklung solcher "analytischer Anwendungen" auf die Fahne geschrieben (siehe CW 34/01, Seite 16).

Die analytische Dimension ergänzenWie derartige Lösungen funktionieren können, demonstrierte SAS in Stuttgart unter anderem anhand des Anwendungsbereichs Supplier-Relationship-Mangement, auch "Strategic Sourcing" genannt. Das SRM-Paket soll die "prozessorientierten" Angebote von Supply-Chain-Management-Spezialisten wie i2 Technologies und Manugistics um die analytische Dimension ergänzen, so Sporleder. Allerdings räumt er ein, dass es wohl Überlappungen gebe.

Weitere Komplettlösungen hat SAS auf den Gebieten Customer-Relationship-Management, Risikoabschätzung, Finanzverwaltung, IT- und Prozessorganisation sowie Enterprise-Performance-Management zu bieten. Auch vor der Personalabteilung soll die "Unternehmensintelligenz" nicht Halt machen. Schließlich gibt es auch hier eine große Zahl von Daten, aus denen sich unternehmenskritische Informationen gewinnen lassen.

Neben dieser abteilungsspezifischen Sicht propagierte SAS aber auch das Thema "Enterprise Intelligence Integration". Wie der Name andeutet, geht es darum, die unterschiedlichen Analysewerkzeuge in einem Unternehmen mit Hilfe eines übergreifenden Geschäftsmodells und einer Metadaten-Schicht zu integrieren. Diesem Thema widmet sich das Projekt "Minerva", das Allan Russell, Senior Vice President Strategy bei SAS International, den in Stuttgart versammelten Kunden vorstellte.

Daneben umriss Russell auch die unter dem Codenamen "Mercury" betriebene Weiterentwicklung des "SAS-System". Konkret kündigte er eine tief greifende Unterstützung paralleler Rechnerarchitekturen sowie Schnittstellen zu den Anwendungen von Siebel und Broadvision an. Details zur neuen Version 9 will der Anbieter allerdings erst zur kommenden CeBIT bekannt geben. (qua)