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Skandinavische Airline verkauft ihre Anteile

SAS steigt wegen zu hoher Kosten aus Amadeus aus

30.08.1991

MÜNCHEN (hp) - Zuerst als Wunderwerk für die Reisebranche angepriesen, sorgte Amadeus in letzter Zeit nur für negative Schlagzeilen. Kostenexplosion und Terminverzögerungen verärgerten zunehmend die Gründergesellschaften. SAS zog jetzt die Konsequenzen und verkaufte ihren 25prozentigen Anteil an der Amadeus-Holding. Käufer ist die Amadeus Data Processing GmbH in Erding.

Ausschlaggebend für den Ausstieg der skandinavischen Fluggesellschaft waren die ständig steigenden Kosten für Amadeus. Nach eigenen Angaben zahlte SAS jährlich rund 135 Millionen Mark. Das wurde der durch die allgemeine Krise im Fluggeschäft mitgenommenen Airline zuviel. Hinzu kam, daß die Entwicklung des Reservierungssystems sehr viel langsamer verlief, als zunächst erwartet. "Wir können nicht Geld in Projekte pumpen, bei denen die Erträge in den nächsten Jahren nicht sichergestellt sind", erklärt Gerhard Strohmayer, Pressesprecher bei SAS. "Bei Amadeus fehlen bis heute konkrete Perspektiven, vor allem was den Zeitplan betrifft", merkt Strohmayer kritisch an.

Als assoziierter Partner bleibt SAS weiterhin erhalten. Die Fluggesellschaft verschafft Amadeus über das eigene Reservierungssystem Zugang zu Skandinavien. Die skandinavischen Reisebüros und ihre Ticket-Büros werden auf diese Weise an Amadeus angeschlossen.