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14.03.2006

SAS will Business Intelligence massentauglich machen

Mit dem Angebot "Premium Reporting" geht der Marktführer erstmals Einsteiger und Mittelständler an.

SAS Institute geht neue Wege im Vertrieb. Mit Premium Reporting will das Unternehmen, das traditionell seine Kunden unter Großunternehmen hat, seine Software für Business Intelligence (BI) auch für kleinere Installationen und Einsatzgebiete mit geringeren Anforderungen positionieren. Damit will der Hersteller künftig mit Anbietern wie Cognos oder Business Objects auch um mittlere und kleine Kundenfirmen konkurrieren und den Druck auf die dort aktiven kleineren Softwarehäuser erhöhen. Das Angebot entspricht dem bisherigen Produkt "SAS BI Server", der letztes Jahr auf den Markt kam und eine Kernkomponente der umfassenderen BI-Plattform "SAS 9" bildet. Er dient zum Aufbau Web-basierender Lösungen für Reporting und Analyse und umfasst eine Server-Engine, Entwicklungswerkzeuge, ein Add-in für Windows, Funktionen für deskriptive Analysen, eine Portaloberfläche und ermöglicht es, Kennzahlen über ein Dashboard anzuzeigen.

Für die Nutzung der BI-Software werden laut Jürgen Fritz, Director Marketing & Strategy bei SAS, "vertragliche Begrenzungen" gelten. Wie diese im Einzelnen aussehen und welche Preise geplant sind, durfte der Manager auf Anfrage der computerwoche noch nicht sagen. Man werde die zulässig Verwendung der Software zusammen mit den Kunden regeln und eine Abrechnung nach Benutzern, Servern oder Datenmengen vereinbaren. Die geplanten Preise seien "Kampfpreise".

Partner gesucht

SAS werde seine Produkte zwar auch weiter Großkunden im Direktvertrieb anbieten und dafür Account-Manager abstellen, kündigte Fritz an. Es gebe aber bereits eine kleine Truppe, die sich ausschließlich um Neueinsteiger und den mittleren bis gehobenen Mittelstand kümmere. Zudem sei man mit Partnern im Gespräch, um in Deutschland einen indirekten Vertrieb aufzubauen. Die neue Vertriebsstrategie sei laut SAS-Pressesprecher Thomas Maier aber nicht so zu verstehen, dass es im Großkundengeschäft nichts mehr zu holen gebe. Vielmehr wolle SAS dort in diesem Jahr zweistellig wachsen.

Der Zeitpunkt für Premium Reporting erkläre sich laut Manager Fritz damit, dass SAS immer mehr Anfragen aus kleineren Firmen erhalte, die man nun gezielter angehen wolle. Vorteilhaft sei auch, dass viele Unternehmen im Mittelstand mittlerweile ERP-Systeme im Einsatz hätten und derzeit vermehrt Berichts- und Analysesoftware nachfragten. Hinzu komme, dass der Einsatz isolierter Excel-Lösungen in vielen Unternehmen zum Problem geworden sei und diese nun nach integrierten Berichtslösungen Ausschau hielten. SAS sieht sein Vorhaben aber nicht als reine Mittelstandsinitiative: "Wir wollen BI für alle anbieten", sagte Fritz. (as)