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22.01.1999 - 

Satire

Satire CW-Wert

Manchmal sind Redakteure in Urlaub. Dann tauchen sie ab auf den Malediven. Oder sie putzen ihre Gartenzwerge. Manchmal überantworten sie sich auch dem Fernsehgerät - und wenn sie Glück haben, sehen sie die Reportage "Deutsche im Müll" und lernen Tarzan kennen. Tarzan ist bekennender Messie.Das sind Zeitgenossen, deren Wohnungen beziehungsweise der Zustand von deren Behausungen - Home sweet home - davon zeugen, daß Menschen sich unter extremen Bedingungen zu behaupten vermögen.

Tarzan aber ist anders: Was zunächst wie eine Vorhölle der kommunalen Müllverbrennung anmutet, stellt sich als ausgekügeltes Datenbankmodell heraus. Richtig: Tarzan führt per Computer akribisch Buch über 78 Vorhängeschlösser, 17 Spitzsägen, 1023 Hosenknöpfe und, und, und... Herz, dir geht es gut, meint man Tarzan summen zu hören bei jeder via PC gefundenen Schlitzschraube (17,5 Millimeter).

Doch was das erstaunlichste ist: Ein Kameraschwenk über den Monitor offenbart nicht die gewohnte Windows-Anmache. Nein, das ist ein Ascii-Bildschirm aus dem Pleistozän. Wie, fragt sich die urlaubende Redakteur, hält Tarzan eigentlich seine perfektionistisch aufgeblasene Abraumlagerhalde mit einer selbstgestrickten, vorsintflutlichen Datenbank in einem ausbalancierten Chaos und schafft damit, was objektorientierte Zeitgeistdatenhaltung offensichtlich nicht vermag? Es wird Zeit, daß der Urlaub vorbei ist und die echerche beginnen kann.