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08.03.1996

Satire/CW-Wert

Krisenstimmung in Hannover! Noch kurz vor der Messe wagte ein Muenchner Service-Provider das auszusprechen, was den CeBIT- Veranstaltern die Haare zu Berge stehen laesst: "Erste virtuelle Messe fuer Elektronikfertigung im Internet", heisst es in einer Mitteilung der Netfair GmbH. Laengst geht es nicht mehr um einzelne aufmuepfige Hersteller, die mit ihrem Fernbleiben fuer Schlagzeilen sorgen. Bedroht das von den CeBIT-Initiatoren selbst geschuerte Internet-Feuer nun die eigene Existenz? Ein Rundgang durch die Hallen offenbart der Messeleitung das schreckliche Potential dieser Technik. WWW-Funktionen, wohin man sieht. Die muehsam nach Hannover gelockten Besucher werden vom Standpersonal wieder auf ferne Web-Seiten entrueckt. NT Server, versteckt zwischen Broschuerenlager und improvisierter Kueche, kalkulieren die geschaeftskritische Anwendung "Wieviel Homepages kann ich mir fuer die Kosten eines Messetages leisten". Selbst die konservative SAP- Gemeinde sinnt darueber nach, wie sie durch Internet-Anbindung Wege sparen kann. Ist kuenftig CeBIT, und alle loggen sich ein? Umsonst die aufwendige Verkehrs- und Abwasserlogistik fuer den digitalen Mega-Event - allenfalls noch zur "Expo 2000" zu gebrauchen? Doch die Optimisten unter den Organisatoren winken gelassen ab: Menschliche Grundbeduerfnisse wie Sammeln und leidenschaftliches "Meeten" werde das Internet nicht ersetzen. Und dann ist da noch die Telekom, deren Tarife einem virtuellen Messebesuch nicht gerade entgegenkommen.