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12.04.1996

Satire/CW-Wert

Wohl von Berufswegen stammt die Skepsis, die der Autor so manchen Absonderungen von Marketing- und Werbestrategen aus der DV-Branche entgegenbringt. Was da so alles gebackupt und gedownsized wird, geht bekanntlich in keinen Duden. Nunmehr lesen wir die Entaeusserungen einer Vertreterin der Modebranche. Im Magazin der FAZ setzt sich Jil Sander mit Mut der deutschen Sprache aus. Ihrer Wortmaechtigkeit wegen muessen die Aperius leicht gekuerzt wiedergegeben werden: "Ich habe vielleicht etwas Weltverbesserndes. Mein Leben ist eine giving-story. Ich habe verstanden, dass man contemporary sein muss, das future-Denken haben muss. Meine Idee war, die hand-tailored Geschichte mit neuen Technologien zu verbinden. Und fuer den Erfolg war mein coordinated concept entscheidend, die Idee, dass man viele Teile einer collection miteinander combinen kann. Aber die audience hat das alles von Anfang an auch supported. Der problembewusste Mensch von heute kann diese Sachen, diese refined Qualitaeten mit spirit eben auch appreciaten. (...) Wer Ladyisches will, searcht nicht bei Jil Sander. Man muss Sinn haben fuer das effortless, das magic meines Stils."An dieser Stelle fragen wir irritiert, ob denn nun die deutsche Sprache ge-end-of-life-cycled ist? Oder handelt es sich bei Jil Sanders magic style etwa um eine besonders heimtueckische Form Lingualer Spongiformer Enzephalophatie (LSE)? Kennzeichen einer artverwandten Anomalie ist ja, wie wir von englischen Rinderkoppeln wissen, dass die Befallenen schwer ins Rotieren kommen. Zu den weiteren Symptomen gehoeren Depressionsschuebe. Spaetestens jetzt muss sich der Autor besorgt fragen, ob nicht so manche Krankheit schon bei der Lektuere ueberspringt.