Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

24.05.1996

Satire/CW-Wert

Hektor, Sohn des Priamos und Held von Troja, bekam Ärger, weil sein Landsmann Paris die schöne Griechin Helena geraubt hatte. Hector, Hans-Werner, ist Mitbegründer und Aufsichtsratsmitglied der SAP. Parallelen? Nun, zunächst einmal ist der Casus belli ein anderer. Zumindest können wir uns nicht erinnern, daß Hector oder einer seiner Mitarbeiter einem Gründungskollegen die Frau entführte und darauf die anderen versuchten, Walldorf in Schutt und Asche zu legen. Außerdem verbündete sich der SAP-Mann nicht mit den Göttern, sondern lediglich mit der Schweizerischen Bankgesellschaft. Dabei dürften sich künftige Historikergenerationen allerdings darüber streiten, wer zu seiner Zeit mehr Einfluß hatte, die olympische Clique um den Hektor-Schützer und Gott Apollon oder die geballte Macht des eidgenössischen Geldadels. Eines haben die beiden Protagonisten allerdings gemeinsam: Sie sind Verlierer. Während Hektor für die unfreundliche Übernahme der Helena zur Rechenschaft gezogen wurde, muß Hector für den Verlust der Stimmrechte an seinem Aktienpaket geradestehen, das er im letzten Jahr an einen von besagten helvetischen Bankern beherrschten Trust mit Sitz auf der Kanalinsel Jersey übertrug. Aber Gott sei Dank haben sich die Sitten seit der Eroberung Trojas gewandelt. Ein Trojanisches Pferd ist noch nicht in Sicht, und Hector dürfte von Hopp, Plattner und Tschira weder dreimal um Walldorf gejagt noch erschlagen werden. Er muß lediglich seinen Aufsichtsratsposten räumen.