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14.06.1996

Satire/CW-Wert

Mit triumphalem Resultat hat Bill Gates die alte Lehre, daß nichts erfolgreicher ist als der Erfolg, mit dem Vor- Vorankündigungs-Marketing seines Unternehmens verschmolzen. Das Ergebnis kulminiert in der Behauptung: "Wir sind Marktführer." Wer sie einmal unwidersprochen ausgesprochen hat, kann diesen Trumpf immer wieder gewinnbringend ausspielen. Besser noch, andere tun das für Microsoft - zuletzt die Zona Research Inc. mit einer Studie über den Einsatz von Web-Browsern in Unternehmen. Die Analysten fanden heraus, daß es zwei marktbeherrschende Produkte gibt, den "Navigator" von Netscape und desssen Herausforderer "Internet Explorer" von Microsoft. Kalter Kaffee, so der Reflex von Lesern, die sich längst angewöhnt haben, die ständigen Erfolgsmeldungen von Microsoft ungeprüft ad acta zu legen. Dumm nur, daß inzwischen einige Anwender Kaffee mit "Hot Java" assoziieren. Und war da nicht auch noch "Mosaik" von Spry, mit dem das Web-Fieber begann? Spielt der "Oracle Power Browser" bei den vielen Kunden des Datenbankanbieters keine Rolle? Hat IBMs OS/2 mit seinem "Web Explorer" keinerlei Bedeutung? Nein, solange bei Microsoft geht, was auch im Reich der Mitte über Jahrtausende hinweg funktionierte. Im alten Kaiserreich galt die chauvinistische Vorstellung: Alles ist chinesisch oder wird über kurz oder lang chinesisch.

PS: Zu den Kunden von Zona Research gehört Microsoft, nicht aber Netscape. Der Navigator hat 87 Prozent Marktanteil, der Explorer vier Prozent.