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Satire/CW-Wert

05.07.1996

Eifrig bemüht, diese unsere nicht mehr durchschaubare Welt doch zu verstehen, arbeiten wir uns täglich durch das uferlose Nachrichtenangebot der Medien. Zwei Meldungen irritierten uns allerdings in den vergangenen Tagen: Surfen im Internet macht süchtig. Frauen, genaugenommen weibliche X-Chromosomen, sind Träger menschlicher Intelligenz.

Letztere These ist Gott sei Dank umstritten in der männlich dominierten Gelehrtenwelt. Als traurige Tatsache hingegen dürfte sich die Existenz der Spezies Internet-Junkie erweisen - eine menschgewordene Flammschrift, hackende Anklage quasi über den Zustand unserer Welt. In der wird offene Kommunikation gepredigt, Information at your fingertips. Doch wohin bringt uns das? Direkt ins gesellschaftliche Schattendasein, in den Ruin des Lebens, konstatieren nun US-Psychologen.

Stutzig macht uns allerdings, daß die Experten für das Seelenheil auch Hausfrauen als Web-Fans, damit also als potentiell Gefährdete für die Droge Internet, ausgemacht haben wollen. Nicht nur wirft diese Nachricht unsere liebgewordenen Vorurteile über die Hausfrau an sich über den Haufen. Wir hätten nicht erwartet, daß unsere nun als Hort menschlicher Intelligenz ausgewiesenen weitaus besten Hälften den Abgründen banaler Schwätzforen so sehr ergeben sind.

Was sagt uns das alles? Offene Kommunikation ist Mist! Frauen, Hausfrauen im besonderen, sind nicht intelligent! Psychologen wollen Geld verdienen! Internet macht süchtig! Medien haben immer recht.