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10.10.2003 - 

Gegenseitige Betreuung internationaler Kunden

SBS kooperiert mit japanischer Fujitsu

10.10.2003
MÜNCHEN (CW) - Wenige Wochen vor Bekanntgabe der Jahresergebnisse meldet Siemens Business Services (SBS) eine Kooperation mit Fujitsu. Der Münchner IT-Dienstleister nutzt für seine Kundenbetreung im asiatisch-pazifischen Raum künftig Ressourcen des Partners. Im Gegenzug bedient er Fujitsu-Kunden in Europa und Nordamerika.

Die Kooperation diene beiden Unternehmen dazu, die Betreuung globaler Kunden in den jeweiligen Stammregionen des Partners zu verbessern, teilte SBS mit. So werde Fujitsu in die Lage versetzt, seine japanischen Abnehmer, die Standorte in Europa und Nordamerika unterhalten, über die Siemens-Sparte zu bedienen. Umgekehrt könne SBS in der Region Asien-Pazifik auf Dienstleistungen von Fujitsu zurückgreifen. Die Palette reiche von Beratung und Systemintegration über Wartungsdienste bis hin zu komplexen Outsourcing-Projekten.

Obwohl die Zusammenarbeit in der Branche überwiegend positiv beurteilt wird, dürften sich die Effekte in Grenzen halten: SBS erzielt lediglich zwei Prozent seiner Einnahmen im Raum Asien-Pazifik; der Umsatzanteil in der Region Amerika liegt bei zehn Prozent. Im Rahmen einer Neuausrichtung hatten die Münchner bereits Ende 2002 angekündigt, das Geschäft in Asien nur noch über Partner abzuwickeln. Welche Fujitsu-Kunden SBS künftig betreuen wird, konnte ein Firmensprecher auf Anfrage nicht sagen. In den USA setzt SBS-Chef Paul Stodden verstärkt auf organisches Wachstum, ist aus dem Unternehmen zu hören.

Siemens-Konzernchef erhöht Druck auf SBS

Dass die Partnerschaft nur wenige Wochen vor Bekanntgabe der Siemens-Jahresergebnisse gemeldet wurde, dürfte kein Zufall sein. Schon seit längerem steht SBS unter verschärfter Beobachtung der Konzernleitung. Deren Margenvorgaben von fünf bis sechs Prozent kann der Dienstleister auf absehbare Zeit kaum erreichen. Zuletzt lag der Wert bei knapp zwei Prozent. Seitdem Vorstandschef Heinrich von Pierer die Leitung der kriselnden I+C-Sparte kommissarisch übernommen hat, ist der Druck auf SBS gewachsen.

Kritiker monieren unter anderem die schwache Präsenz in Überseemärkten. Gegen weltweit aufgestellte IT-Servicekonzerne wie IBM Global Services oder EDS haben die Münchner im Rennen um Großaufträge nur geringe Chancen. Schon seit einiger Zeit kursieren deshalb Gerüchte, SBS könnte sich durch eine weit reichende Partnerschaft oder eine Akquisition stärken. Gegen Letzteres spricht allerdings die bisher restriktive Finanzpolitik des Siemens-Konzerns gegenüber SBS.

Die Kooperation mit Fujitsu liegt hingegen nahe und kam für die meisten Branchenkenner nicht überraschend. Im Oktober 1999 legten Siemens und Fujitsu ihre Computergeschäfte im Joint Venture Fujitsu-Siemens Computers (FSC) zusammen. Dessen CEO hieß von April 2000 bis November 2001 Paul Stodden. (wh)